Als die "Giovanni Zarrella Show" vor fünf Jahren an den Start ging, war an eine große Samstagabendshow eigentlich kaum zu denken. Corona hatte die ursprünglichen Pläne durchkreuzt und die eigentlich als opulentes Spektakel konzipierte Sendung zu einer Produktion unter Pandemiebedingungen zusammengeschrumpft. "Wir hatten die Show vor Corona als große Hallenshow für großes Publikum, große Showacts auf der Bühne entwickelt. Dann platzte das Virus rein und wir mussten zunächst einmal ein TV-Studio finden, in das unsere große Bühne einigermaßen reinpasste", erinnert sich Alessandro Nasini, Geschäftsführer der Produktionsfirma Bavaria Entertainment, die hinter der ZDF-Musikshow steht.
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Arne Merten
Doch nicht nur für die Bavara stellte die Show ein Risiko dar – auch das ZDF war durchaus mutig, immerhin setzte der Sender auf einen Gastgeber, der mit dieser Rolle im Fernsehen bislang keineswegs vertraut war. In den Jahren zuvor war es Giovanni Zarrella, einst als Mitglied der Casting-Band Bro'Sis bekannt geworden, zwar gelungen, seiner Karriere mit italienischen Schlager-Covern neuen Schwung zu verleihen. Aber als Nachfolger von Carmen Nebel hatten ihn, der eine Reihe kurioser Promi-Shows von Kegeln bis Curling für RTLzwei präsentierte und sich sogar zusammen mit seiner Frau Jana Ina einst in einer ProSieben-Dokusoap auf dem Weg zur Geburt ihres ersten Kindes begleiten ließ, wohl kaum auf dem Schirm.
Doch das ZDF-Publikum war angetan von dem Schwaben mit italienischen Wurzeln. Und so wurde die "Giovanni Zarrella Show" auf Anhieb ein Erfolg. Fast vier Millionen Menschen sahen die erste, sogar fast fünf Millionen die nur wenige Wochen später ausgestrahlte zweite Folge. Gut möglich, dass die Corona-Pandemie zumindest diesbezüglich hilfreich war. Und auch nach fünf Jahren erzielt die Show noch immer verlässlich gute Quoten, wenngleich das augenscheinliche Vorbild, die "Schlagerbooom"-Shows mit Florian Silbereisen, zumeist noch ein ganzes Stück stärker performen.
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Alessandro Nasini
Zum Jubiläum bringt das ZDF die "Giovanni Zarrella Show" nun erstmals als Open-Air-Show auf die Bühne – im hauseigenen "Fernsehgarten" auf dem Mainzer Lerchenberg. Eine besondere Konstellation, auch, weil an der Produktion viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beteiligt waren, die sonst den sonntäglichen TV-Klassiker mit Andrea Kiewel auf die Beine stellen. Den Wiedererkennungswert des Geländes habe man bei der Aufzeichnung vor knapp drei Wochen bewusst genutzt, betont Executive Justus C. Gather im Gespräch mit DWDL.de. "Es gibt wenige Orte, die so klar mit einer Sendung verknüpft sind wie dieser. Und dennoch haben wir natürlich versucht, unseren Primetime-Glitzer mitzubringen."
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Justus Gather
Für Giovanni Zarrella dürfte mit dem Open-Air seiner Show allerdings auch ein Traum in Erfüllung gegangen sein. 2018, als diese Sendung noch in den Sternen stand, formulierte Zarrella in einem Interview mit DWDL.de einen beruflichen Wunsch. "Mir wurde immer gesagt: Giovanni, Du musst schon wissen, was Du willst! Musiker? Moderator? Die Menschen müssen wissen, wofür Du stehst", erzählte er damals und fragte: "Kann ich nicht einfach so sein wie ich bin und das machen, was mir Spaß macht? Große Vorbilder von mir wie Harald Juhnke oder Peter Alexander haben genau das früher getan!" Eine "facettenreiche Sendung wie zum Beispiel der 'ZDF-Fernsehgarten'", sei heute "leider eine absolute Ausnahme im deutschen Fernsehen" ergänzte er. Nun, acht Jahre und eine Pandemie später, steht Zarrella genau dort und moderiert für ein Millionenpublikum.
"Die Giovanni Zarrella Show - Die große Sommer-Party", Samstag um 20:15 Uhr, ZDF
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