Mit einer neuen Strategie reagiere die Film- und Medienstiftung NRW auf veränderte Marktbedingungen: Entwicklungsprozesse werden komplexer, internationale Konkurrenz wächst, neue Technologien beherrschen den Produktionsalltag, und die Entscheidung über Marktchancen falle immer früher im Produktionsprozess. Neben der kürzlich bereits angekündigten „Made in NRW“-Initiative mit dem WDR wurden am Dienstag zwei weitere Programme vorgestellt.
Mit einer neuen Serienpilot-Förderung reagiere man auf die „anhaltende Dynamik des seriellen Marktes“ und setze auf Projekte „mit dem Potenzial, sich im nationalen und internationalen Wettbewerb zu behaupten.“ Inwiefern sich das von der bisherigen Zielsetzung bei Serienprojekt-Förderungen unterscheidet, ist allerdings unklar. Eine deutlichere Neuerung ist eine eigene Förderung für Unterhaltungs- und Showformate, von denen in Nordrhein-Westfalen besonders viel produziert wird.
© Meike Preckel / FMS NRW
Jessica Emde (Förderprogramm Show & Entertainment), Walid Nakschbandi (Geschäftsführer FMS NRW), Cher Zimmerer (Creative Development), Meike Savarin (Sonderförderprogramm Serienpilot) und Nazgol Majlessi („Made in NRW“).
Damit trage man der wachsenden Bedeutung non-fiktionaler Inhalte Rechnung und stärke ein Segment, „das für Reichweite, Publikumsbindung und wirtschaftliche Stabilität des Standorts weiterhin relevant bleibt“. Außerdem habe man die Sparkasse KölnBonn als Partner gewonnen, die mit 300.000 Euro über drei Jahre in die Förderung von NRW-Talenten und Drehbuchentwicklung eingestiegen ist. Darüber hinaus sollen noch im Laufe des Jahres 2026 die Distributionsförderung und ein neues Förderformat für KI- und technologiegetriebene Innovationen eingeführt werden. Sämtliche Förderungen sind als Zuschüsse gedacht.
„Development entscheidet heute über Qualität und Marktfähigkeit von Projekten. Genau hier setzen wir mit unserer neuen Förderstrategie an. Wir schaffen klare Prioritäten, stärken Planungssicherheit und eröffnen unseren Produzentinnen und Produzenten sowie Autorinnen und Autoren aus NRW neue Perspektiven im nationalen und internationalen Wettbewerb“, sagt Walid Nakschbandi, Geschäftsführer der Film- und Medienstiftung NRW.
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