Netflix und PROG Producers of Germany haben einen Ausbau ihrer Initiative zur Stärkung von ostdeutschen Perspektiven angekündigt. Einen entsprechenden Workshop hatte es bereits im vergangenen Jahr gegeben, dieser folgte auf eine Studie zum Thema. Sowohl in Studie als auch im Workshop sei deutlich geworden, dass es "vielfältigere, authentische ostdeutsche Perspektiven jenseits von Stereotypen" in Filmen und Serien brauche. Und genau hier will man künftig ansetzen. 

So starten die beiden Partner jetzt gemeinsam eine neue Phase der Initiative mit Fokus auf die konkrete Stoffentwicklung und gezielte Förderung ostdeutscher Talente. Im Rahmen eines viermonatigen Trainings werden sechs Kreativteams dabei unterstützt, erste Film- und Serienideen von der Idee bis zur ausgereiften Projektmappe zu entwickeln. Jedes Team erhält dabei ein Stipendium in Höhe von 10.000 Euro sowie fachliche Begleitung und Pitch-Training. 

Die dadurch entwickelten Projekte werden schließlich im Rahmen eines Pitch-Events zur Berlinale 2027 präsentiert und einem breiten Kreis potenzieller Produktions- und Finanzierungspartner aus der Branche für die weitere Entwicklung und Umsetzung vorgestellt. Für PROG zeichnen Alexandra Krampe und Sophie Cocco, für Netflix Julia Piaseczny verantwortlich für die Initiative.

Das Programm richtet sich nach Angaben von Netflix und PROG an Teams aus je zwei Kreativpartnern, die ostdeutsche Perspektiven "aus eigener Erfahrung authentisch und vielseitig erzählen wollen". Auf ein bestimmtes Genre wollen sich die Partner nicht festlegen. Wichtig ist ihnen nur: Erzählt werden soll "jenseits bekannter Ost-Erzählungen". Die Ausschreibung für die neue Phase startet im kommenden Juli. Eine unabhängige Jury wählt anschließend die Teilnehmenden in einem zweistufigen Verfahren aus. Der eigentliche Programmstart ist für den späten Herbst geplant.