Relaunch beim digitalen Info-Angebot des WDR: An diesem Dienstag hat der Sender aus NRW sowohl seiner Webseite als auch der "WDR Aktuell"-App eine Frischzellenkur verpasst. Darüber hinaus hat man das Netz aus Reporterinnen und Reportern neu aufgestellt, künftig berichten 31 Teams aus den verschiedenen Regionen. Und diese arbeiten ab sofort, wie auch die übergeordneten Landesstudios, digital first. 

Wichtigste Neuerung neben der neuen Arbeitsweise ist für die Nutzerinnen und Nutzer die Tatsache, dass der WDR alle Info-Angebote im Netz künftig unter dem Namen WDR zusammenfasst. Die neue "WDR Aktuell"-App heißt dementsprechend ab sofort nur noch WDR. Im Web eingestellt hat man die eigenständigen Seiten von "WDR Aktuell" und "Lokalzeit", die bisher hier veröffentlichten Inhalte finden sich künftig auf WDR.de wieder. 

Auf der neuen Haupt-Nachrichtenseite des WDR haben die Nutzerinnen und Nutzer künftig Zugang zu acht spezifischen Regionen. Sie sehen dann Berichte aus Aachen und der Eifel, dem Bergischen Land, dem Münsterland, dem Niederrhein, aus Ostwestfalen-Lippe, dem Rheinland, dem Ruhrgebiet oder dem Sauer- und Siegerland.

Nach dem Relaunch von Web-Angebot und App sollen zudem auch die Social-Media-Angebote des Senders unter dem Namen WDR zusammengeführt werden, das betrifft auch hier "WDR Aktuell" und die "WDR Lokalzeit". Im Fernsehen bleiben die Sendungsnamen "Aktuelle Stunde", "Lokalzeit" und "WDR Aktuell" auch weiterhin bestehen, auch im Radio wird es "WDR Aktuell" und "Lokalzeit" wie gewohnt zu hören geben. Die bisherigen WDR-Kanäle im Netz heißen künftig "Mehr vom WDR" und sollen Meldungen und Hintergründe aus dem Unternehmen liefern - das allerdings klar getrennt vom journalistischen Nachrichtenangebot.

Vorbehaltlich der Zustimmung durch die WDR-Gremien sollen darüber hinaus die bisherigen Programmbereiche Aktuelles und Landesprogramme zum 1. Januar 2027 zu einem neuen Programmbereich mit dem schlichten Arbeitstitel "NRW" zusammengeführt werden. Die publizistische Gesamtverantwortung soll künftig bei Chefredakteur Stefan Brandenburg liegen. Der sagt: "Aus diesen beiden großen Bereichen, aus Nachrichten und Regionales, wird nun eine kraftvolle Einheit, mit klarer strategischer Ausrichtung auf erfolgreichen Journalismus für Nordrhein-Westfalen."

Und Andrea Schafarczyk, Programmdirektorin NRW, Wissen und Kultur, ergänzt: "Diese gebündelte Expertise ermöglicht in Zusammenarbeit mit unseren Fachredaktionen eine schnellere und noch intensivere Berichterstattung aus ganz NRW, kürzere Produktionswege und eine klare Ausrichtung auf die Bedürfnisse der regionalen Communitys."

Mit der Neuaufstellung will der WDR also mehr regionale Inhalte schneller als bislang ins Netz bringen. Das übergeordnete Ziel gibt Intendantin Katrin Vernau vor. Sie sagt im Interview mit dem Medienmagazin DWDL.de: "Die Nr. 1 für regionale Information in Nordrhein-Westfalen zu werden, ist für mich die wichtigste Hausaufgabe; die wichtigste Basis für alles, weil es die Legitimation für uns als Landesrundfunkanstalt bildet. Und das sind wir im Digitalen im Moment leider nicht."

WDR-Intendantin Katrin Vernau im großen DWDL.de-Interview zu ihrer Vision für den WDR, den größten Baustellen, Herausforderungen und Chancen - am Donnerstag bei uns.