Die Niederlande nehmen auch im kommenden Jahr nicht am Eurovision Song Contest (ESC) in Burgas teil, das teilte die öffentlich-rechtliche Dachorganisation NPO jetzt mit - und zog damit auch gleichzeitig eine vor wenigen Wochen erteilte Zusage wieder zurück. Von der NPO hieß es, es gebe "unzureichende Unterstützung" auf Seiten der Sender. Hintergrund ist die Teilnahme Israels am Wettbewerb, deshalb waren die Niederlande auch dem diesjährigen ESC schon ferngeblieben.
Vor rund vier Wochen sah es noch so aus, als würde der ESC im kommenden Jahr mit den Niederlanden stattfinden. Damals übernahm NPO die Organisation der Teilnahme, bis dahin war eigentlich der Sender AVROTROS für den Beitrag zuständig, der sich für 2027 gegen eine Rückkehr aussprach. Innerhalb des öffentlich-rechtlichen Senderverbunds waren mehrere Sender anderer Meinung, wollten die ESC-Organisation aber nicht selbst stemmen, deshalb übernahm die NPO.
Gemeinsam mit den Sendern wollte man einen Act finden und ihn nach Burgas schicken. Wenige Wochen später haben sich die Vorzeichen komplett geändert und der Widerstand der einzelnen Sender war offenbar doch zu groß. Die niederländischen Fans des ESC können trotzdem sowohl die Halbfinals sowie auch das Finale live im Fernsehen verfolgen.
Wegen der Teilnahme Israels fehlt auch Irland im kommenden Jahr beim ESC - schon die Shows in Wien hatte man boykottiert. Fix mit dabei ist dagegen Belgien: Nachdem die Teilnahme auch hier lange unklar war, steht nun fest, dass das Land auch 2027 mitmacht - sofern man nicht doch noch einen Rückzieher macht. Vom Sender VRT hieß es zuletzt aber, dass die EBU "schwierigen gesellschaftlichen und geopolitischen Themen nicht mehr aus dem Weg" gehe. Man wolle die Bemühungen unterstützen, die Werte wiederherzustellen, für die der ESC stehe, da dieser Prozess noch nicht abgeschlossen sei.
Hinweis: In einer ersten Version hatten wir geschrieben, dass Belgien 2026 nicht am ESC teilgenommen hat. Das stimmt nicht und wir haben die Stelle korrigiert.
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