Sports-Update vom 14. März

Maxx sendet NFL-Draft, Kurz-Sportschau vom Tisch?

von Alexander Krei
14.03.2016 - 13:04 Uhr

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Gute Nachricht für NFL-Fans: ProSieben Maxx wird Ende April erstmals den NFL-Draft live ins Programm nehmen. Außerdem: Eine 45-Minuten-"Sportschau" ist offenbar vom Tisch und ein Eurosport-Kommentator schimpft über einen Ex-Kollegen.

ProSieben MAXX
© ProSieben MAXX
Bei ProSieben Maxx vermisst man derzeit die erfolgreichen Football-Übertragungen. Um die Wartezeit bis zur neuen Saison zu verkürzen, wird der Männersender in diesem Jahr allerdings erstmals live den NFL-Draft in Chicago live übertragen. Das bestätigte eine Sprecherin gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de. ProSieben Maxx zeigt die rund dreistündige Live-Übertragung aus dem Auditorium Theatre in Chicago am Freitag, den 29. April ab 2:00 Uhr. Kommentiert wird die Veranstaltung von Florian Schmidt-Sommerfeld und den Experten Jan Stecker und Roman Motzkus. Auch "Netman" Christoph "Icke" Dommisch ist wieder mit an Bord. "Der Draft-Day ist der wichtigste und spannendste Tag der NFL-Offseason - und ein absolutes Muss für jeden Football Fan! Hier dürfen sich die NFL-Teams ihre Zukunft aussuchen", so Jan Stecker. Beim NFL-Draft können die 32 Teams der National Football League die besten College-Spieler verpflichten, und zwar in umgekehrter Reihenfolge: Das schlechteste Team der letzten Season, die Tennessee Titans, darf als erstes wählen, der Super-Bowl-Sieger Denver Broncos als letztes. Auf diese Weise will die National Football League dafür sorgen, dass die Liga spannend und ausgewogen bleibt.


Sportschau
© WDR
Eine 45-minütige "Sportschau" ist offenbar vom Tisch: Wie der "kicker" erfahren haben will, hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) entsprechende Pläne über eine kompaktere Zusammenfassung der Bundesliga-Samstagsspiele im Free-TV verworfen. Ob die ARD die Rechte erhalten wird, ist derweil noch völlig unklar, denn auch RTL ist dem Vernehmen nach an der Bundesliga interessiert. Und auch der US-Konzern Discovery, der gerade erst die Rechte an den Olympischen Spielen erworben hat, kann sich für seinen Sender Eurosport offenbar den Erwerb von Free- oder Pay-TV-Rechte vorstellen.

Eurosport
© Eurosport
Gerade erst hat Eurosport sein neues Team für die MotoGP-Übertragungen präsentiert. Nicht mehr dabei ist bekanntlich Alex Hofmann, der sich in Richtung Servus TV verabschiedet hat. Offenbar war es hinter den Kulissen zu Unstimmigkeiten gekommen. "Entgegen mündlicher Zusagen" habe er feststellen müssen, "dass es für mich an der Live-Kamera technische und personelle Rückschritte geben wird", schrieb Hofmann bereits vor einiger Zeit auf seiner Internetseite (DWDL.de berichtete). Kommentator Ron Ringguth stänkerte nun in einem Interview mit "Speedweek.com" gegen seinen früheren Kollegen: Er könne das Nachtreten in Richtung Eurosport "überhaupt nicht nachvollziehen", weil Hofmann sich auch ohne Kamera per Audio jederzeit in die Sendung hätte schalten können. Aber auch sonst herrschte offensichtlich dicke Luft: So habe Hofmann ihn und seinen Kollegen Dirk Raudies "hinter unserem Rücken derart bei unseren Vorgesetzten angeschwärzt, dass uns Hören und Sehen verging", so Ringguth. "Zu mir hat er mal gesagt, ich könne eher "zugekokste B-Promis bei einer Wok-WM kommentieren" und gegenüber Dirk Raudies hegte er wohl immer den Vorbehalt, dass Dirks Erfolge schon zu lange her seien und er nie die "PS-Granaten" gefahren war. Ich finde das schon etwas respektlos gegenüber einem Ex-Weltmeister und 14-fachen Grand-Grix-Sieger." Hofmann reagiert indes auf Twitter - mit Blick auf Ringguths "eiskalte Abrechnung" ließ er wissen, dass es ihm "kalt den Rücken runter" laufe. Versehen hat er seinen Tweet mit den Hashtags #WahreGrösse, #Peinlich und #WasFürEinKerl.

Watch 4
© Watch 4
Die Video-on-Demand-Plattform Watch 4 wird fortan Highlights der wöchentlichen Raw- und Smackdown-Shows der WWE ins Programm nehmen. Monatlich sollen nach Angaben des Unternehmens monatlich etwa 150 bis 200 Videos im Angebot zum Abruf bereitstehen. Watch4 kündigt die Top 10 der aktuellen Ausgaben als wöchentliche Countdowns an, aber auch Höhepunkte der letzten Kämpfe und Ereignisse. Im Free-TV ändert sich dadurch nichts: Wie gehabt wird Smackdown bei ProSieben Maxx zu sehen sein, während Tele 5 die zweistündige Raw-Show im Programm hat.

Sky
© Sky
Der Sky Fan Cup findet in diesem Jahr bereits zum fünften Mal statt. Am 28. Mai werden insgesamt 24 Teams in Essen um die Trophäe kämpfen. Ermittelt wird das Teilnehmerfeld dabei in enger Zuammenarbeit mit den Fanbeauftragten der Bundesliga sowie der 2. Bundesliga, teilte Sky mit. Thomas Medau, Director Sportsmarkting beim Pay-TV-Sender, sprach mit Blick auf das Turnier von einer "Erfolgsgeschichte" und sagte: 2Wir freuen uns jetzt schon auf ein packendes Turnier, bei dem vor allem Fairness und der Respekt zwischen den Fans im Vordergrund stehen sollen. Sky versteht sich als Partner des Fußballs und der Fans. Insofern stellt der Sky Fan Cup den perfekten Abschluss der Fußball-Saison 2015/16 dar."

Sport in Zahlen

Das Erste & ZDF
© ARD/ZDF
Zufriedenheit bei der ARD: Die Wintersport-Übertragungen brachten es im Ersten in der zurückliegenden Saison im Schnitt auf 2,43 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 16,6 Prozent. Die Spitzen-Reichweite von 6,23 Millionen Zuschauern verzeichnete das Skispringen in Bischofshofen - mit durchschnittlich 4,01 Millionen Zuschauern war allerdings Biathlon erneut am beliebtesten. Auch beim ZDF kann man ein zufriedenes Fazit ziehen: Dort verzeichnete die Biathlon-WM am Sonntag zur Mittagszeit im Schnitt 4,93 Millionen Zuschauer und einen stolzen Marktanteil von 28,9 Prozent. Als die Herren am Nachmittag starteten, schalteten sogar 5,22 Millionen Wintersport-Fans ein. Auch hier wurde ein starker Marktanteil von 27,4 Prozent erzielt.

Bundesliga
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Borussia Dortmund hat am Sonntag bei Sky weniger Fans vor den Fernseher gelockt als der HSV beim Spiel gegen Hertha BSC in der Vorwoche: Mit 810.000 Zuschauern fiel die Reichweite der BVB-Partie gegen Mainz 05 aber natürlich dennoch gut aus. Der Marktanteil lag in der Zielgruppe bei 4,7 Prozent, nachdem der Leverkusener Sieg über Hamburg zuvor auf 3,3 Prozent gekommen war. Insgesamt hatten im Schnitt 440.000 Zuschauer die Partie verfolgt. Einen zweistelligen Marktanteil gab es derweil am Tag zuvor für die Einzelspiele und Konferenz am Nachmittag: 12,0 Prozent Marktanteil wurden bei den 14- bis 49-Jährigen erzielt, insgesamt waren 1,17 Millionen Zuschauer dabei. Fast genauso viele Fans lockte der Bayern-Sieg über Werder Bremen danach an: 1,11 Millionen sahen den Erfolg des Rekordmeisters, der es auf einen starken Marktanteil von 7,6 Prozent in der Zielgruppe brachte.

Was noch zu sagen wäre...

"Als Moderator sage ich natürlich, der Moderator ist das mit Abstand wichtigste bei einer Sendung. Als Redaktionsleiter sage ich, dass das totaler Quatsch ist."
hr-Sportchef Ralf Scholt im DWDL.de-Interview auf die Frage, wie wichtig die Gesichter für den Erfolg einer Sportsendung sind

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