
In der letzten Februar-Woche dominierte noch Procter & Gamble das Ranking der Marken, die am bruttoreichweitenstärksten in den Werbeblöcken der deutschen TV-Sender auftauchte: Mit Wick und Pampers gingen nicht nur die ersten beiden Plätze an P&G, Ariel, Always und Lenor sorgten auch noch dafür, dass die Hälfte der Top 10 allein von Procter & Gamble belegt wurden. Das hat sich in der ersten März-Woche komplett geändert. Nun findet sich überraschenderweise gar keine P&G-Marke mehr in den Top 10, die höchste Platzierung entfiel noch auf Lenor auf Rang 11.
Stattdessen wirft nun Ostern seine Schatten voraus. McDonald's nutzt das nahende Fest wieder für seinen "Oster-Countdown" und schaltete dafür insgesamt rund 2.700 Spots, die zusammen in den AEOS-Haushalten eine enorme Bruttoreichweite von knapp über 1.000 XRP generierten. An diesen Wert kam keine andere Marke auch nur annähernd heran. Für McDonald's war es die bislang mit Abstand stärkste Werbewoche dieses Jahres. Auch im gesamten vergangenen Jahr gab es nur eine einzige Woche im Juli, in der eine ähnlich hohe Bruttoreichweite gemessen wurde.
Während sich die Verbindung zwischen McDonald's und Ostern erst auf den zweiten Blick offenbart, ist es bei der zweitplatzierten Marke offensichtlich: Lindt will wieder seine Goldhasen und Ostereier unters Volk bringen und schaltete dafür 1.161 Spots, die zusammen eine Bruttowerbereichweite von 716 XRP einsammeln konnten. Mit der Ferrero-Marke Kinder und Milka von Mondelez waren zudem noch zwei weitere Schokomarken in den Top 10 vertreten.
Das Werberanking kurz erklärt
All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.
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