Quelle der Daten für diesen Artikel: all eyes on screens

Kinder ist in der vergangenen Woche die mit Abstand sichtbarste Marke in den TV-Werbeblöcken der deutschen TV-Sender gewesen, das geht aus den neuesten Zahlen von All Eyes on Screens hervor. Demnach sind 1.117 Kinder-Spots in den zurückliegenden sieben Tagen zu sehen gewesen, das entsprach einer Bruttoreichweite in Höhe von 919 XRP. Lindt schaltete 1.260 Spots und kam damit auf 744 XRP. 

Beide Marken waren äußerst präsent bei den Sendern der zwei großen Vermarkter, also Ad Alliance und Seven.One Media. Während die meisten Kinder-Spots bei RTL und ProSieben zu sehen waren, buchte Lindt seine Werbung vor allem bei Kabel Eins und Vox. Meistbelegter Sender neben den beiden Gruppen war bei Kinder RTLzwei, wo immerhin noch 7,5 Prozent aller Spots zu sehen waren. Die Grünwälder spielten im Mediaplan von Lindt dagegen kaum eine Rolle, hier setzte man neben den großen Gruppen auch noch auf Sky und Das Erste. 

McDonald's, das in der vorvergangenen Woche noch das Ranking der reichweitenstärksten Marken angeführt hatte, schaffte in den zurückliegenden sieben Tagen immerhin noch Platz sieben. 1.544 Spots sorgten für eine Bruttoreichweite in Höhe von 469 XRP. Damit hat die Fast-Food-Kette ihr Ergebnis mehr als halbiert, eine Woche zuvor erzielte man noch mehr als 1.000 XRP, benötigte dafür aber auch rund 2.700 Spots. 

Das Werbe-Treppchen der vergangenen Woche wird komplettiert von Amazon, das es mit 1.436 Spots auf 654 XRP brachte. Im Duell der Baumärkte behielt zudem Hornbach die Nase vorn, das Unternehmen kam auf 462 XRP, das reichte zu Platz acht. Toom kam dahinter auf 398 XRP und Rang zwölf. 

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Das Werberanking kurz erklärt

All Eyes On Screens (früher: AdScanner) stellt für das Ranking eine Liste aller in der vergangenen Woche im deutschen TV ausgestrahlten Werbespots zusammen und ermittelt für diese die in Summe erzielte Reichweite in den gemessenen Vodafone-Haushalten. Da hier die sekundengenaue Reichweite statt der bislang branchenüblichen Werbeinselreichweite als Grundlage dient, spricht All Eyes On Screens von XRP (Exact Rating Points). Da es sich um Brutto-Reichweiten handelt, werden dafür die Einzel-Reichweite jeder Ausstrahlung aufaddiert. Zur Veranschaulichung: Läuft ein Spot zehn Mal und erreicht dabei jeweils fünf Prozent der gemessenen Vodafone-Haushalte, ergibt das für die gesamte Woche 50 XRP - auch wenn es immer die gleichen fünf Prozent gewesen wären.