Die Preisträger der 14. Cologne Conference 2004
Auch in diesem Jahr wurden wieder der Casting-, der Autoren- und der Produzenten-Preis für außergewöhnliche Leistungen verliehen. Aus den TopTen-Reihen der Cologne Conference wurde der beste Dokumentarfilm und das beste fiktionale Programm ausgezeichnet.
Den Casting Preis 2004 erhält Risa Kes. Seit ihr Name 1979 im Abspann von Peter Lilienthals Film "DAVID" zum ersten Mal auf der Leinwand erschien (es war eine Berliner Leinwand und "DAVID" gewann den Goldenen Bären), hat Risa Kes in einer außergewöhnlichen Bandbreite von Arbeiten für internationale Blockbuster, deutsche Großproduktionen, ambitionierte Autorenfilme und berührende Fernsehspiele bewiesen, dass eine einfühlsam ausgewählte Besetzung mit Mut zur originellen Lösung einer der Schlüsselschritte auf dem langen Weg vom raschelnden Drehbuch zum mitreißenden Film ist. Schauspieler Jürgen Tarrach wird die Laudatio halten und den Preis an Risa Kes überreichen.
Der Autoren-Preis 2004 geht an Michael Gutmann. Er begann zunächst als Regisseur von TV-Serien zu arbeiten. 1995 ist es ein Tatort, "Der König kehrt zurück", mit dem sich Gutmann als Drehbuchschreiber profiliert. Im gleichen Jahr entsteht die Coming-of-Age-Geschichte "Nach fünf im Urwald". Es ist die erste gemeinsame Arbeit mit dem Regisseur Hans-Christian Schmid. Aus der "Drehbuchwerkstatt" der beiden entstehen auch in den folgenden Jahren herausragende Stücke. Vor allem "23" (1998) und "Lichter" (2003). 1996 wurde das TV-Drama "Nur für eine Nacht" mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Hier kommt, wie auch in seinem letzten Kinofilm "Herz im Kopf" (2001), die so oft bemühte Qualität im Populären zum Tragen – mit intelligentem Humor erzählte Alltagsgeschichten, die eine verblüffende Komplexität freisetzen. Schauspieler Tom Schilling wird die Laudatio halten und den Preis an Michael Gutmann übergeben.
Der Produzenten-Preis 2004 geht an Stefan Schubert und Ralph Schwingel. Seit der Gründung der WÜSTE Filmproduktion 1989 haben die Preisträger fast 30 Kinofilme, Dokumentarfilme, Fernsehfeatures und Kurzfilme produziert. Ein Markenzeichen der WÜSTE-Filme ist die Grenzüberschreitung, sei es der Kampf mit den tatsächlichen politischen Grenzen in "Im Juli", sei es das kulturelle Grenzgängertum der Protagonisten in "Solino", "Anam", "Kurz und schmerzlos" oder "Auf der Kippe". Schubert und Schwingel haben sich die Förderung junger Talente auf die Fahnen geschrieben. Fatih Akin, dessen "Gegen die Wand" 2004 mit dem Goldenen Bären und soeben mit fünf Deutschen Filmpreisen ausgezeichnet wurde, ist eine ihrer Entdeckungen. Prof.Dr. Georg Feil, Geschäftsführer der Colonia Media, überreicht den Preis an Stefan Schubert und Ralph Schwingel.
Der Phoenix-Preis für den besten Film der TopTen Nonfiction 2004 geht an "One Shot", der nachhaltig beeindruckenden Dokumentation von Nurit Kedar über "Sniper" in der israelischen Armee. In ihrem Film äußern sie sich zum ersten Mal vor einer Kamera, sprechen über den Moment des Tötens, die Gefühle von Ohnmacht und Triumph und darüber, wie ihr Job sie verändert hat. Die Aussagen der Soldaten bleiben unkommentiert, allein mit der Helmkamera gefilmte Aufnahmen bringen die Realität der Einsätze in den Film. Dr. Klaus Radke, Programmgeschäftsführer Phoenix, überreicht den Preis an Nurit Kedar.
Der TV Spielfilm-Preis für das beste TopTen Fiction-Programm 2004 geht an "State of Play", einem äußerst spannend erzählten Polit-Newsroomthriller. Ein ausgefeilter Plot, ausgiebige Recherchen im Zeitungs- und Politmilieu und die erste Riege der britischen Schauspielerzunft machen aus "State of Play" eine ungeheuer spannende und beklemmende Studie um die Macht der Informationen. Momentan arbeiten Hollywood-Produzent Scott Rudin und Drehbuchautor Paul Abbott an einer US-Leinwandversion. Chefredakteur Lutz Carstens wird den Preis an die Produzentin Hilary Bevan Jones überreichen.
Die Preisverleihung der Cologne Conference fand in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Fernsehproduzenten statt und wird gefördert von der Programmzeitschrift TV Spielfilm, von Colonia Media, Phoenix, Network Movie sowie HMR International.
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