24 lautete die Zauberzahl, die bei der Bekanntgabe der Nominierungen für die diesjährige Emmy-Verleihung einmal mehr Historisches markierte. Nie zuvor in der Geschichte der Statue gab es so viele Nominierungen für eine Comedyserie. Ein Rekord, den die TV Academy der Produktion “Hacks” über die Stand-up-Comedy-Queen Deborah Vance (Jean Smart) von HBO Max gönnte. Dabei setzte erst vor zwei Jahren “The Bear” (FX/Hulu) mit 23 Nominierungen eine maximale Duftmarke, gefolgt von “The Studio” mit derselben Hausnummer im letzten Jahr. Und wer sich zurückerinnert, Google oder neuere Tools anwirft, wird merken: für “The Studio” war der Bestwert ein sehr gutes Omen. So konnte die Branchen-Parodie von und mit Seth Rogen von Apple TV den frisch zuvor durch die Küchen-Dramedy gesetzten Spitzenwert von elf Preisen noch toppen und brachte es am Ende sogar auf insgesamt 13. Doch dieses Jahr ist “The Studio” außen vor, es wird also einen neuen oder alt bekannten Gewinner in der Kategorie geben. Hebt der neue Spitzenwert nun also auch “Hacks” am 14. September auf den Thron?

Die Comedy mit Jean Smart und Hannah Einbinder als ungleichem Kreativ-Duo wäre bei einem Sieg in der Kategorie “Outstanding Comedy Series” wie auch das ebenfalls wieder nominierte “The Bear” eine Wiederholungstäterin. Während die Serie mit Jeremy Allen White 2023 mit Furor gewann, konnte “Hacks” 2024 siegen, bei der Verleihung, die eigentlich nochmals die des “King of the Kitchen” werden sollte, es aber durch den Verlust der Königskategorie dann doch nicht wurde. Zuletzt immer nominiert, aber stets leer ausgegangen sind die Network-Mockumentary “Abbott Elementary” (ABC) und die True-Crime-Comedy “Only Murders In The Building” (Hulu), sowie “Nobody Wants This” (Netflix) und "Shrinking" (Apple TV) die nun jeweils im zweiten Jahr dabei sind.

Damit ist das Aufgebot größtenteils identisch zum Vorjahr - bis auf zwei Neustarts von Apple TV: “Widow’s Bay” und “Only Margo” (im Original “Margo’s Got Money Troubles”), die “The Studio” (keine neue Staffel) und “What We Do In The Shadows (beendet) ersetzen. Ganze drei der insgesamt acht gelisteten Serien gehen also dieses Jahr auf das Konto des Apfelkonzerns. Und wenn man die letzten fünf Gewinner betrachtet, war Apple TV mit den Comedys “Ted Lasso” und “The Studio” drei von fünf Mal erfolgreich. Angesichts dieser Ausbeute auf der einen, dem Rekordwert von 24 auf der anderen, steht der Abend nicht nur im Zeichen von “Hacks” vs. “Widow’s Bay”, sondern auch ganz generell im Comedy-Wettstreit HBO Max gegen Apple TV.

Auch ohne unlautere Mittel: Jean Smart auf Rekordkurs

Auf einem weiteren Blatt steht wiederum der Rekord von Jean Smart, die in fünf Staffeln besagte Deborah Vance verkörpert: ein alter Hase im Showbusiness, der sich in einem jünger werdenden Umfeld immer wieder neu erfinden muss. Obwohl sie sich den Traum einer eigenen Late-Night-Show in der vierten Staffel erkämpft hatte, endete dieser Durchlauf im absoluten Albtraum in Singapur: berufliches Witzeverbot in den USA durch ihren Senderchef Bob Lipka, ein aus Versehen von “TMZ” veröffentlichter Nachruf und vor allem aber der Vorwurf, Deborah Vance “hätte Late-Night gekillt”. Das Vermächtnis ist in Gefahr, so lässt es sich auf gar keinen Fall abtreten. Die nominierte fünfte Staffel, die zugleich die letzte ist, besteht aus dem Kampf ums eigene Erbe, sie fokussiert die kreative Partnerschaft mit Autorin Ava (Hannah Einbinder) und ein Schicksal, das ohnehin alles zu zerstören droht. Unsterblich will Vance sich deswegen zumindest hinsichtlich diverser Preise machen. Bereits zu Beginn der finalen Staffel strebt sie den “EGOT” an: einen Emmy, Grammy, Oscar und Tony Award. Da neben dem Daytime-Emmy und dem Tony als Produzentin noch ein Oscar und Grammy fehlen, heißt es Wege zu finden, dies mit allen noch so unlauteren Mitteln zu ermöglichen. Es geht immerhin um die Legacy!

Keine unredlichen Umwege für Titel braucht wiederum die Schauspielerin selbst, womit wir wieder bei einem Rekord wären: sollte Jean Smart ein weiteres Mal den Preis für eine schauspielerische Leistung gewinnen, wäre dies ihre bereits achte Emmy-Trophäe. So viele haben bislang nur Julia Louis-Dreyfus und die 1926 geborene und vor fünf Jahren verstorbene Cloris Leachman - Smart könnte also aufschließen. Julia Louis-Dreyfus bliebe trotzdem auch dann die Schauspielerin mit den meisten Emmys (sieben) für eine Comedy-Hauptrolle, weil sie hier von 2012 bis 2017 durchgehend für ihre Rolle als (Vize-)Präsidentin Selina Meyer geehrt wurde und zuvor bereits den Preis für “The New Adventures of Old Christine” bekommen hatte. Unter Jean Smarts sieben Emmys fanden sich hingegen auch solche für Gastrollen, sie könnte im Comedy-Hauptrollen-Fach nun auf fünf erhöhen.

Horror-Comedy "Widow's Bay" ist der stärkste Konkurrent

Sehr eindrücklich war jedoch auch die Zahl, die dem Neustart “Widow’s Bay” zugesprochen wurde. Mit 19 Nominierungen lag die Horror-Comedy mit ordentlich Lokalkolorit auf dem zweiten Platz bei den Comedys - und sie hat am ersten Emmy-Wochenende auch schon satte acht Preise geholt. Nun wird's also spannend, ob "Widow's Bay" diesen Lauf auch in der TV-Gala fortsetzen kann. Gewinnen können sowohl “Widow’s Bay” als auch “Hacks” dann in sieben möglichen Kategorien wiederum je sechs Trophäen. Ins Rennen gegeneinander gehen die beiden Serien auch bei der Regie, dem Drehbuch, den besten Nebendarstellerinnen (doppelt) und dem besten Nebendarsteller. Wo Jean Smart in der Hauptkategorie als beste Schauspielerin steht, ist dies Matthew Rhys bei den Männern. Pattsituation, zumindest auf dem Papier.

Rhys könnte darüber hinaus das Kunststück gelingen, am Abend der Verleihung direkt mit zwei Preisen für die beste Schauspielleistung nach Hause zu gehen. Nominiert ist er nämlich auch noch für seine Rolle in “The Beast In Me” bei den “Miniserien”. Selbst wenn er “nur” den für die Comedy gewinnt, wäre er durch seinen Preis für “The Americans” vor acht Jahren der erste Mann seit Carroll O’Connor 1989, der einen Emmy für Drama und Comedy besitzt. In der Comedy nominiert ist er für seine Rolle als Bürgermeister Tom Loftis auf der Titel gebenden Insel Widow’s Bay. Einsam vor der Küste Neuenglands gelegen, dominieren dort alte Mythen unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, mit allerlei Grausamkeiten, Hexen, Kannibalen und ganz viel Nebel. Im Gegenteil des Touristenparadies’ kursiert zudem die Mär, dass auf der Insel geborene Menschen Widow’s Bay nie mehr verlassen können. Reisen sie aufs Festland, sterben sie. Wie kann man den Fluch beenden? Und kann man einen vermeintlich unschuldigen Menschen - den Indexfall - töten, um sehr viele andere stattdessen zu retten, so dass “der Nebel hat ihn mitgenommen” endlich der Vergangenheit angehört? Moralphilosophisch nah beim Trolley-Problem. "Widow's Bay" hat den Vorteil noch frisch im Gedächtnis zu sein und kann damit auf ein gewisses Momentum bauen - es bleibt abzuwarten, ob das reicht, um "Hacks" zu schlagen.

"Only Margo" und "Shrinking" mit Staraufgebot

Atmosphärisch eint den zweiten Neuling von Apple TV, “Only Margo”, wenig mit der schwarzhumorigen Serie “Widow’s Bay” von Katie Dippold. Auch in Sachen Staraufgebot wird bei der Serie von David E. Kelley im direkten Vergleich eine Schippe draufgelegt. Die Oscarpreisträgerinnen Nicole Kidman und Marcia Gay Garden spielen zusammen mit den Osarnominierten Elle Fanning, Michelle Pfeiffer, Greg Kinnear und dem Emmygewinner Nick Offerman in einer melancholischen Comedy über eine junge Mutter. Während Offerman nach einer weiteren Trophäe, dieses Mal als bester Nebendarsteller, greift, möchte seine Serien-Ex Michelle Pfeiffer den Preis für die beste Nebendarstellerin abräumen. Elle Fanning wiederum geht gegen Jean Smart ins Rennen, womit die Produktion auf vier Emmy-Chancen kommt. Als die im Titel genannte Margo will Fannings Charakter eigentlich Schriftstellerin werden. Allerdings hat sie am College eine wilde Affäre mit dem Literaturprofessor, so dass sie ungewollt schwanger wird. Zwischen der Opioid-bedingten Suchtproblematik ihres Vaters (Offerman) - ein ehemaliger Wrestler - und ihrer selbstzentrierten Mutter (Pfeiffer), die einst selbst als “Hooters-Girl” ungeplant durch eine Affäre schwanger geworden war, versucht sie allein erziehend über die Runden zu kommen. Da sich die Schlinge immer weiter zuzieht, muss eine neue Geldquelle her. Ihren Ausweg sieht sie in einer neuen Identität: als “HungryGhost” bei OnlyFans.  

Trotz der Aussagen von Michelle Pfeiffer, sie würde nie mit ihrem Ehemann David E. Kelley zusammenarbeiten, kam es bei der Produktion dazu, auch wenn die Verbindung mit einer Staffel noch jung ist. Ein weiterer Veteran unter den Serienschöpfern pflegt ebenso eine private wie berufliche Verbindung - und das seit Jahren. Gemeint ist Bill Lawrence, Macher von “Scrubs”, der schon in den 2000ern seine Frau Christa Miller als Jordan Sullivan inszenierte und eine Besetzung viele Jahre später bei der Apple TV-Serie “Shrinking” wiederholte. In Lawrence’ Comedy spielt sie Stein-Fan Liz, mit Vorliebe für direkte Ansprachen und grenzenlose Einmischung. Ihr von Jason Segel gespielter Nachbar Jimmy, Psychotherapeut, bemerkt in der dritten Staffel, dass sich alles um ihn herum verändert, während er selbst weiter in der Vergangenheit lebt. Sein Mentor will nach Connecticut, seine Tochter aufs College und Kollegin Gaby ein Traumazentrum. Während die erste Staffel um die Trauer über den Verlust von Jimmys Frau Tia kreist, steht die zweite Staffel im Zeichen der Versöhnung. Kann er sich erlauben, wieder glücklich zu werden und sein eigenes Leben weiterzuleben? Obamas Slogan “Change” überschreibt die nun nominierte dritte Staffel. 

Sie nimmt sich auch der Parkinson-Erkrankung des von Harrison Ford verkörperten Verhaltenstherapeuten Dr. Paul Rhoads stärker an und engagierte zur Sichtbarkeit des Themas Michael J. Fox für eine Gastrolle als Patient mit Parkinson, das Mantra beider: “Fuck Parkinson’s!”. Überhaupt sind die Gastparts spannend: neben Fox tauchen auch Jeff Daniels und Emmy-Legende Candice Bergen auf. Nicht zu vergessen Cobie Smulders, die sich ein längeres Wiedersehen mit ihrem ehemaligen “How I Met Your Mother”-Kollegen Jason Segel gönnt, der für seine Rolle als bester Hauptdarsteller nominiert ist. Harrison Ford wiederum taucht bei den besten Nebendarstellern auf. Gewinnt Letzterer für seine Rolle als senioriger Grummler wäre das im Alter von 84 Jahren sein erster Emmy. Damit wäre er zudem der älteste Gewinner in der Kategorie der besten Comedy-Nebendarsteller und würde Henry Winklers Sieg mit 72 bei weitem übertreffen.

Mit Außenseiter-Chancen im Rennen...

Sehr lange her ist auch der Sieg einer Network-Serie als beste Comedy. Mit “Modern Family” von ABC war dies zuletzt im Jahr 2014 der Fall. Gefühlt Lichtjahre entfernt ist daher ein Erfolg für eine Serie von den Networks, auch wenn “Abbott Elementary” von und mit Quinta Brunson in den letzten vier Jahren immer nominiert war, aber in dieser Hinsicht auch immer leer ausging. Da ist es schon so etwas wie ein Trostpflaster, dass sie 2022 den Preis für das beste Drehbuch bekam und 2024 den für die beste Hauptdarstellerin für 2023 gewann (Stichwort WGA-Streik) - in dem Turnus, in dem Jean Smart nicht dabei war. Doch 12 Jahre später könnte die Schul-Mockumentary von ABC an die Familien-Mockumentary von ABC anschließen und die Ehre der klassischen Fernsehsender retten. Weitere Chancen gibt es für das beste Drehbuch, die beste Regie, die beste weibliche und männliche Nebenrolle und erneut für Brunson als beste Hauptdarstellerin. Wie auch in “Shrinking” stehen an der Abbott Elementary Grundschule in Philadelphia die Zeichen auf Veränderung. Eine marode Haustechnik, Mäuse in den Wänden, einstürzende Decken: letztlich hilft nur ein Umzug der Klassen in ein verlassenes Einkaufszentrum. 

Auf einem anderen Level chaotisch geht es unterdessen in Chicago bei “The Bear” zu. Dort missfiel den Kritikern der “Chicago Tribune” das Durcheinander so sehr, dass die Rezension für das Restaurant mit “Das Nötigste fehlt” unterdurchschnittlich ausfiel. Investor “Onkel Jimmy” spendiert postwendend eine digitale Uhr, die 1.440 Stunden runter läuft. Steht die Uhr auf Null, endet das Projekt “The Bear”. Es zählt also wieder sinnbildlich jede Sekunde, “Every Second Counts”, wie so oft in der Serie zu lesen ist. Mit Blick in den Abgrund geht es in der nominierten vierten Staffel (die vorletzte, nicht letzte) um das Finden eines Gamechangers, das in Carmys Augen wieder einmal der Michelin-Stern ist. Auch wenn der Emmy-Stern der FX-Serie von Christopher Storer über die Jahre gesunken ist, kann die Dramedy am Abend der großen Verleihung immer noch drei Preise einfahren. Neben dem für die beste Comedy, könnte der für die Regie rausspringen. Beachtlich ist, dass der Träger von mit Rundstrickmaschinen hergestellten weißen Shirts, Jeremy Allen White, trotz zweier Auszeichnungen als Carmy Berzatto das erste Mal ohne Nominierung auskommen muss. Ins Rennen geht jedoch seine Kollegin Ayo Edebiri für ihre Rolle als Sydney Adamu. Komplettiert wird der Reigen neben Jean Smart, Elle Fanning, Quinta Brunson und Ayo Edebiri durch Lisa Kudrow, die nach ihrer Nebenrollen-Auszeichnung für “Friends” ihr Comeback mit “The Comeback” (HBO Max) schaffen will. 

Aus dem Disney-Universum stammt neben “The Bear” auch “Only Murders in The Building” (Hulu) mit einem Trio, das angibt, eigentlich nur Morde “IN” dem Arconia-Gebäude in NYC zu untersuchen. Trotzdem reisen die True-Crime-Fans, Mabel (Selena Gomez), Charles (Steve Martin) und Oliver (Martin Short), mal nach Hollywood oder Staten Island und demnächst nach London. Der Tod des Portiers Lester im Brunnen der Anlage in der nun nominierten fünften Staffel lässt die Spürnasen nicht nur in den Untiefen des Gebäudes herumwühlen, sondern bringt sie auch in die Nähe der Mafia. Ganz konkret in die Villa nach Staten Island, in der “Der Pate” gedreht wurde. Zwar gibt es keinen abgetrennten Pferdekopf im Bett, dafür aber ein als Shrimp getarnter Finger, einen toten Mafioso auf dem Sortierband der Reinigung und allerlei Mobster-Anspielungen - und wie sonst auch zum Ende der Staffel einen Vorgriff auf den nächsten Mord für die kommende, sechste Staffel. Neben der Nominierung für die beste Comedy erhielt auch Martin Short die fünfte für seine Darstellung als Oliver Putnam. Mitnehmen konnte er die Goldstatue dafür bislang noch nie. 

Noch weniger Chancen hat “Nobody Wants This” von Netflix, was das Feld bei den Comedy-Serien komplettiert. Während im letzten Jahr Adam Brody um den Titel bei den besten Hauptdarstellern kämpfte, geht es für die Serie über die Sexpodcasterin (Kristen Bell) und den Rabbi (Brody) bei der 78. Verleihung nur noch um die Möglichkeit, als beste Comedy ausgezeichnet zu werden. Dadurch mischt sich die Liste bei den besten Hauptdarstellern etwas mehr durch als bei den Frauen. Neben den drei bereits Genannten Matthew Rhys, Jason Segel und Martin Short könnten Yahya Abdul-Mateen II für “Wonder Man” (Disney+) oder Steve Carell für “Rooster” (HBO Max) siegreich sein. Für Carell wäre es wiederum eine Premiere, denn er konnte aller Überraschung zum Trotz nie den Preis für seine Rolle als Michael Scott in “The Office” (NBC) zu Glanzzeiten der Networks einheimsen. 

Während bei den abgeschlossenen Serien die Nebenrollen bereits vergeben sind, steht dies für die Comedy bekanntlich noch aus. Interessant dabei: wo bei den Hauptkategorien nur drei Personen nominiert sind, die nicht aus den ohnehin nominierten Comedys stammen, ist dies bei den besten Nebenleistungen noch krasser. Von 14 Nominierten ist nur einer dabei, der einer Comedy außerhalb des Hauptfeldes zuzuordnen ist. Mit Colman Domingo für “Four Seasons” (Netflix) geht an dem Abend einer ins Rennen, der sich vergeblich nach solchen Mitstreiterinnen und Mitstreitern umsehen darf. Alleinstellungsmerkmal! Nominierungen kommen mit Harrison Ford, Nick Offerman, Stephen Root (“Widow’s Bay”), Michael Urie (“Shrinking”) stattdessen gleich vier mal von Apple TV und damit nominierten Serien. Tyler James Williams (“Abbott Elementary”) hält auch hier eine Network-Fahne hoch und Paul W. Downs ist “Hacks” zuzuordnen. Bei den Frauen geht nicht nur Hanna Einbinder für “Hacks” an den Start, sondern auch Megan Stalter. Darüber hinaus erhält Apple TV auch hier wieder ganze vier Nominierungen: Dale Dickey und Kate O’Flynn für “Widow’s Bay”, Jessica Williams (“Shrinking”) und Michelle Pfeiffer (“Only Margo”). Ergänzt wird das Feld zudem erneut um eine Darstellerin von “Abbott Elementary” und zwar Janelle James. 

“Hacks” gegen “Widow’s Bay”, Meta-Comedy gegen Horror-Comedy: der Kampf wird nicht nur beim Titel für die beste Serie, dem Drehbuch und der Regie gegeneinander ausgefochten, sondern auch ziemlich intensiv bei den Preisen um die beste Schauspielleistung in den Nebenrollen. Und immer als zweite Ebene mit dabei der Wettstreit des vergleichsweise jungen Streamingdienstes mit dem etablierten HBO. Sollte Newbie “Widow’s Bay” gewinnen, wäre der neue Rekord mit der 24 immer noch gegeben. Den neuen Bestwert kann der Comedy von HBO Max niemand mehr nehmen. Zumindest bis nächstes Jahr.  

Die Verleihung der Emmys ist aufgrund der Zeitverschiebung hierzulande zu nächtlicher Stunde zu sehen. MagentaTV überträgt in der Nacht vom 14. auf den 15. September auf dem Sender Moments TV, der kostenlos und ohne Login auf magenta.tv sowie in der MagentaTV App empfangen werden kann.