Vor den Medientagen München legt TV-Provider Waipu.TV eine Umfrage zur Fernsehnutzung unter gut tausend Personen vor, die einige gefühlte Wahrheiten nach Angaben des Unternehmens repräsentativ bestätigt: 44 Prozent der Deutschen finden der Befragung aus dem August 2026 nach trotz des umfangreichen Angebots nicht immer ein passendes Programm. Ebenfalls 44 Prozent geben an, nach längerer Suche zumindest manchmal gar nichts mehr anzuschauen.
Immerhin: Auf die Fragestellung „Ich komme nach Hause und möchte fernsehen. Das tue ich als Erstes:…“ geben 30 Prozent der Befragten an, sofort zu wissen, was sie schauen wollen. 25 Prozent zappen zuerst durch das lineare Programm, 20 Prozent öffnen eine StreamingApp. 16 Prozent schauen „in die Programmvorschau“. Eine Entscheidung über das Programm fällt bei 22 Prozent der Befragten in weniger als zwei Minuten. 45 Prozent brauchen nach eigenen Angaben zwei bis fünf Minuten. 33 Prozent brauchen fünf Minuten oder länger.
Gefragt nach ihren Wünschen ans Fernsehen in den kommenden fünf Jahren ist die meistgegebene Antwort eine einfachere Auffindbarkeit (45 Prozent) gefolgt von dem Wunsch „Alle Inhalte auf einer Oberfläche“ (35 Prozent). Von KI würden sich recht viele passende Inhalte vorschlagen lassen (59 Prozent), je 42 Prozent würden sich Inhalte vorsortieren lassen oder die nächste Folge der Lieblingsserie automatisch starten. Kontrolle über den TV-Konsum würde man jedoch nicht abgeben: Nur vier Prozent würden sich automatisch einen Film auswählen lassen oder den TV-Abend von KI planen lassen.
„31 Prozent der Deutschen wünschen sich für 2030 einen Fernseher, der alle Anbieter verbindet. Jeder Fünfte möchte sogar ein Gerät, das seine persönlichen Vorlieben versteht. Das zeigt, wohin sich Fernsehen entwickeln muss: zu einem einfachen Zugang zur gesamten Unterhaltungsvielfalt“, sagt Markus Härtenstein, CEO der Exaring AG, Betreiberin von Waipu.TV. „Künstliche Intelligenz kann dann dabei helfen, aus der immer größeren Auswahl genau das zu finden, was zu den persönlichen Vorlieben passt.“ Aber eben nur bedingt: Die Zukunft des Fernsehens seien zwar intelligente Angebote, die Entscheidung bleibe aber persönlich.
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