Newcomer 2007
Inka Bause
Sie moderierte schon für das ZDF und auch für RTL bereits zwei Staffeln von "Bauer sucht Frau". Doch mit der Verlegung in die Primetime und umfangreicher Berichterstattung der "Bild" sowie ihrem bemerkenswert selbstbewussten Auftritt bei "Wetten, dass" lenkte Bause in diesem Jahr so viel Aufmerksamkeit auf sich, wie nie zuvor. Und nach dem Rauswurf Kiewels beim ZDF gilt sie als Favoritin für die Moderation des "Fernsehgartens". Ob RTL sie ziehen lässt oder nicht: Der Stern von Inka Bause wird 2008 weiter steigen.
Vanity Fair
Wie erfolgreich das wöchentliche Heft aus dem Hause Condé Nast nun wirklich ist, lässt sich bis heute schwer beurteilen. Zwar liegen erste belastbare Reichweitendaten vor, doch um den Zustand des Heftes wird weiterhin viel spekuliert. Doch davon abgesehen war "Vanity Fair" in 2007 der spektakulärste Zeitschriften-Neustart. Auch wenn die Branche nachher von der Aufregung vorher nichts wissen wollte.
Peter Zwegat
Als Schuldenberater ist Peter Zwegat in diesem Jahr nicht nur ein Quotenerfolg gewesen. Er ist ganz persönlich mit seiner unverwechselbaren Art zur Kultfigur des TV-Jahres 2007 geworden. Von "Switch Reloaded" über Harald Schmidt bis hin zu Bastian Pastewka: Die Parodien auf den eigenwilligen Schuldnerberater sind schon in kürzester Zeit zahlreich.
Ist er wirklich ein Newcomer des Jahres? Im Oktober war sich die Presse darüber nicht wirklich einig. Berichte zur Premiere von "Hart aber fair" im Ersten erweckten zahlreich den Eindruck, er wäre einer. Dabei moderiert Plasberg die Sendung bereits seit sechs Jahren. An vorderster TV-Front ist er aber sicher ein neues Gesicht, dass der ARD gut tut - und Anne Will mit ihrem Talk in den Schatten stellt.
Dmax
Der Sender für die tollsten Menschen der Welt - Männer - startete im September 2006. Doch die ersten Erfolge wurden erst in 2007 sichtbar. Die Marktanteile stiegen schneller als es z.b. Tele 5 und Das Vierte im ersten Jahr nach dem Start gelang. Zu verdanken hat man das der klaren Positionierung des Spartensenders. Neben dem etablierten Vox ist Dmax der Shootingstar unter den TV-Sendern 2007, der im kommenden Jahr aber beweisen muss, wieviel Potential noch in ihm steckt.
Katrin Bauerfeind
Sie wurde schon im Internet mit "Ehrensenf" zum Kult. In 2007 gelang ihr der Sprung vom WebTV ins echte Fernsehen - falls man diesen Ausdruck noch bemühen kann. Im Ersten übernahm sie die Schwangerschaftsvertretung für Tita von Hardenberg bei "Polylux" und empfiehlt sich dort Woche für Woche für neue Aufgaben. Auch von ihr werden wir 2008 noch viel hören.
Michael Börnicke
Der neue Premiere-Chef ist alles andere als ein Newcomer im klassischen Sinne: Seine Erfahrungen im Mediengeschäft machte er viele Jahre lang als enger Weggefährte an der Seite von Georg Kofler. Und doch betrat Börnicke nach dem völlig überraschenden und überstürzten Abschied Koflers bei Premiere eine neue Bühne: Der Mann im Hintergrund steht im Rampenlicht - und hat 2008 eine harte Nuss zu knacken. Quo vadis, Premiere?
Billig-Programmies
Sie kamen und siegten: 2007 war das Jahr der Billig-Programmies. Ob in Form 14-täglicher Großformate wie "tv life" (Bauer) oder "TV Guide" (Springer) oder als kleinformatiges Heft aus dem Verlag TV & Mehr oder "TV Top" (Bauer). Gemeinsam haben sie die minimale Ausstattung zum kleinsten Preis und gefährlich verwechselbarer Optik.
Hans Demmel
Ein alter Hase im Fernsehgeschäft rückte in diesem Jahr an die Spitze des Nachrichtensenders n-tv. Hans Demmel folgte auf Johannes Züll, der den Sender sanierte. Demmels schwierige Aufgabe: Ausbau des Angebots ohne die Kosten wieder explodieren zu lassen. Seit September ist er im Amt, erst 2008 wird sich wohl sagen lassen wie erfolgreich der neue n-tv-Mann ist.
Premiere Star
Man hätte gedacht, dass 2007 das Jahr der Astra-Plattform Entavio wird. Doch das Projekt krankt an allen Ecken und ist bislang nicht die Aufmerksamkeit wert, die es bislang bekam. Doch mit Premiere Star hat sich bei der Satellitenübertragung eine neue Spielwiese im Markt der kleinen PayTV-Sender aufgetan. In kürzester Zeit - Start war im September - wurde sie zum namhaftesten Gegenspieler der kontinuierlich ausgebauten Digitalpakete der Kabelnetzbetreiber.
Peter Turi / turi2.de
Es ist vielleicht eher ein Comeback, aber dennoch: Mit seinem neuen Informationsangebot für die Medienbranche (turi2.de) hat der ex-kress-Mann Peter Turi in diesem Jahr still und heimlich eine beachtliche Bedeutung erlangt. Noch konzentriert man sich bei turi2.de auf die Sammlung der Meldungen anderer. Doch ein Ausbau wurde angekündigt. Wir sind gespannt.