Thomas Bellut © Daniel Häuser
DWDL.de-Interview

Thomas Bellut: Humor als Waffe gegen die Krise

 

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Thomas BellutNutzen Sie die Online-Plattform auch selber?

Sofern es die Zeit zulässt. Für uns wird Internet-Bewegtbild immer wichtiger. Bei jedem neuen Programm steht bei uns die Frage, ob wir es fürs Internet umsetzen, gleich mit dabei. Glaube, wir stehen ganz gut da.

Sind Sie die Diskussion um die Zulässigkeit öffentlich-rechtlicher Internet-Angebote leid?

Das kann man wohl sagen! Je länger Genehmigungsfristen dauern, desto schwieriger wird für uns die Marktsituation. Denn wir wollen unser Gesamtkonzept Online schnellstens mit Leben  erfüllen.

Was ist für Sie das hoffnungsvollste Internet-Programm im ZDF?

(lacht) ZDF tivi. Gehört natürlich zu meinem Bereich. Weil es die jungen Leute früh ans ZDF bindet.

Was ist das für ein grundsätzliches Gefühl, relativ sorgenfrei arbeiten zu können in Zeiten einer weltumspannenden Krise?

Es ist natürlich wirklich beruhigend – man kann weiter Qualitätsstandards setzen. Aber auch eine Verpflichtung, besonders gut zu sein in diesen Zeiten. Es ist ein Privileg, in der Krise über Gebührengelder verfügen zu können. Mich spornt das an, das Geld verantwortungsvoll auszugeben und auch wirklich in Leistung zu investieren.
 

 
Welche Leistung wollen Sie herausheben?

Unsere Filme am Montag, unsere Serie, die ganzen journalistischen Formate wie die Wissenssendungen und Dokumentationen.  

Die Qualitätsdebatte ist schon oft geführt worden. Wann ist es für Sie Qualität und wann nicht?

Für uns gibt es drei Säulen: Einmal die externe Kritik. Das ist schon ein Argument in der Bewertung von Programmen. Dann die interne Diskussion. Die es nahezu täglich gibt. Die dritte Säule ist unser neues Internet-Panel PAP (Program Appreciation Panel), bei dem ausgewählte Zuschauer zum Programm befragt werden. PAP ist für mich schon ein wichtiges Kriterium in einem schwierigen Feld, weil wir so den Geschmack der Zuschauer besser beurteilen können. Als ein wichtiges Argument bei der Programmentscheidung. Wir sind der erste Sender, der das in Deutschland macht. In Europa macht das u. a. die BBC.

Früher standen Sie als Moderator und Reporter etwa für „Was nun…?“ vor der Kamera. Jetzt nur noch dahinter. Reizt Sie ein Comeback?

Vor der Kamera mache ich zurzeit gar nichts, habe einfach keine Zeit mehr dafür. Management ist aufregend genug. Mit dem Comeback halte ich es wie mein Vorbild Günter Struve und fange damit nach der Pensionierung an.

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