Anke Engelke © Sat.1
Ladykracher im Gespräch

Engelke im ESC-Fieber: "Das ist mein Grand Prix"

 

Am Freitag startet die neue Staffel von "Ladykracher" und im Mai wartet die ganz große Bühne: Der Eurovision Song Contest. Anke Engelke spricht im DWDL.de-Interview über das und die Frage, was sie von Twitter und Facebook hält.

von Jochen Voß
15.02.2011 - 01:47 Uhr

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Frau Engelke, in der aktuellen „Ladykracher“-Staffel sieht man Sie sehr überzeugend als Spendensammlerin für die Organisation „Maniküre ohne Grenzen“. War der Dreh Ihr erstes Erlebnis mit Gelnägeln?

Das ist nicht meine Welt! Aber ich spiele seit einigen Jahren schon viel damit. Das war schon zu "Wochenshow"-Zeiten ein neues Modefeld. Ich beobachte das schon seit einiger Zeit, denn man sieht dann und wann Frauen mit diesen kunstvoll präparierten Nägeln. Man kann sich dem ja auch nicht mehr entziehen, seitdem es überall diese Ketten von Maniküre-Salons gibt.

Im Laufe der Jahre lässt sich beobachten, wie sich die Themen bei „Ladykracher“ verändern. Tut man der Sendung unrecht, wenn man sie auch als Zeitgeiststudie betrachtet?

Der Begriff Zeitgeist war mal eine Zeit lang verpönt, aber das können Sie gerne so sagen. Der Vorsatz ist aber nicht, die Gesellschaft zu beobachten und ihr – wie es immer heißt – den Spiegel vorzuhalten. Unser Antrieb ist immer der Witz. Unsere Autoren beobachten einzelne Entwicklungen und bringen sie in die Sketche ein. Ich weiß nicht immer im Einzelnen, wie sie zu den Sketchen kommen, aber sie lachen während des Schreibens. Das spüre ich schon beim Lesen.

 


Sie sind sehr umtriebig: Sie spielen Sketche, sie moderieren im Kinderfernsehen, stehen als Musikerin auf der Bühne und moderieren im Frühjahr den Eurovision Song Contest. Welche Berufsbezeichnung würden Sie am Liebsten über sich lesen?

Da können Sie schreiben, was sie mögen. Früher habe ich mich mit Begriffen wie „Ulknudel“ schwer getan. Inzwischen habe ich damit kein Problem mehr. Ich stehe zum Beispiel immer mehr dazu, dass vieles, was wir bei „Ladykracher“ machen, albern ist. Es ist kein Kabarett und es ist keine Satire. Es ist Comedy! Aber es ist schlau und enorm anspruchsvoll. Gerade jetzt in der aktuellen Staffel sind einige Sketche dabei, über die kann man unter 18 Jahren zwar lachen, sie aber nicht verstehen. Das ist wie bei den "Simpsons". Da lachen die Kinder auch über andere Sachen als die Eltern. O Gott! Darf ich "Ladykracher" in einem Atemzug mit den "Simpsons" nennen?

Ausnahmsweise. Können Sie ein Beispiel für solche Sketche nennen?

Es gibt eine Szene mit einem Paar, das unbedingt schwanger werden will. Ein Teenager wird dabei lachen, weil ich da bescheuert in einem Bollerwagen liege und weil „Scheide“ gesagt wird. Und Erwachsene denken: Wie bei Gudrun und Jürgen. Und Gudrun und Jürgen bleibt das Lachen im Hals stecken. Das würde ich gerne sehen. Ich möchte sehen, wie die Sendung bei den Zuschauern ankommt. Ich hätte gern im Anschluss eine Talkrunde mit den Zuschauern über unsere Themen.

Also „Ladykracher im Kreuzverhör“ im Anschluss bei Sat.1 Comedy oder gleich als Sondersendung von „Kerner“?

Das wäre super. Ich rede sowieso gerne mit Menschen über unsere Themen. So weit Gelnägel von mir privat auch entfernt sind, so nah sind sie doch dem Interessenbereich, der mich umtreibt. Das findet alles hier und heute statt, also muss mich das doch interessieren. Ich wäre gern dabei, wenn Menschen darüber lachen, was ich mache. Wenigstens versuche ich „Ladykracher" freitags dann unter Live-Bedingungen zu schauen. Ich will wissen, was für ein Abend das war. War es kühl oder eher Biergartenwetter? Musste ich mich zwingen, drinnen zu bleiben?

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