Media4Planet © Media4Planet
ProSiebenSat.1 erster Partner

Media4Planet: Wie Medien zum Klimaschutz beitragen sollen

 

Unter dem Begriff Media4Planet haben der ehemalige ProSiebenSat.1-Vorstand Peter Christmann sowie Agentur- und NGO-Gründer Matthias Neumann ein Media-Modell zur Unterstützung der UN-Nachhaltigkeitsziele gestartet. ProSiebenSat.1 ist bereits mit dabei.

von Timo Niemeier
02.10.2019 - 09:15 Uhr

Peter Christmann© Media4Planet
Peter Christmann (Foto rechts) ist lange Vorstandsmitglied bei ProSiebenSat.1 gewesen, er verantwortete die Bereiche Vermarktung und Marketing im Konzern, 2008 verließ er das Unternehmen. Danach war er zum Start von Goldbach Germany geschäftsführender Gesellschafter, heute agiert er als Aufsichtsratschef des Vermarkters. Mit dem Einsammeln von Geld kennt sich Christmann also gewiss gut aus. In der jüngsten Vergangenheit engagierte sich der Manager aber auch verstärkt für den Umweltschutz. So gründete er mit weiteren Weggefährten die gemeinnützigen Organisation Orange Ocean, um etwas für den Schutz der Meere zu tun. Nun will Christmann den Umweltschutz und die Vermarktung miteinander verbinden. 

Gemeinsam mit Agentur- und NGO-Gründer Matthias Neumann hat er das Projekt Media4Planet aufgesetzt. Das ist das weltweit erste Media-Modell zur Unterstützung der UN-Nachhaltigkeitsziele und soll Werbeflächen von Medienpartnern aller Mediengattungen bündeln. Dazu will man auch mit dem Vereinte Nationen Umwelt Programm (UNEP) zusammenarbeiten. Die Medien unterstützen das UNEP-Programm mit Sonderkonditionen, als erster Medienpartner ist die ProSiebenSat.1-Gruppe mit dabei. Gespräche mit weiteren möglichen Medienpartnern laufen bereits. 

Noch steckt das Projekt allerdings in den Kinderschuhen: Neumann und Christmann gründen nun erst einmal eine Firma und bestellen ein Management. Geplant ist, 50 Prozent des Profits für die geplante Aufklärungs- und Aktivierungskampagne der UNEP zur Verfügung zu stellen. Deren Ziel ist es, ein spürbares CO2-Reduktionsverhalten beim Konsumenten zu bewirken. Die andere Hälfte des Profits soll direkt in natürliche Kompensationsmaßnahmen fließen, etwa in erneuerbare Energien oder Wiederaufforstungsprojekte. Bereits im kommenden Jahr soll Media4Planet auf Wunsch der UNEP auf weitere Länder ausgerollt werden. Der Fokus liegt dabei auf den G20-Staaten, die für 81 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich sind.

"Jeder Euro, der über M4P abgewickelt wird, hilft unseren Planeten zu schützen."
Peter Christmann

Media4Planet verspricht sowohl seinen Medienpartnern als auch den Werbungtreibenden viele Vorteile. So würden die werbenden Unternehmen "eine neue Bühne für die Kommunikation von Nachhaltigkeitsprojekten zu attraktiven Konditionen" erhalten. Medienpartner könnten sich als "attraktiver Partner von Werbetreibenden positionieren, die sich für den Erhalt der Umwelt einsetzen", heißt es. Die Unternehmen können ihr Engagement dann auch in ihren Nachhaltigkeitsberichten darlegen, ab einer Anzahl von 500 Mitarbeitern sind solche Berichte für Unternehmen verpflichtend. 

Matthias Neumann© Media4Planet
Peter Christmann sagt: "Mit einem der Kernwert-Schöpfungsprozesse der Medienindustrie – der Kommunikation – ermöglichen wir dem Private Sector über unser weltweit erstes Modell dieser Art, die Nachhaltigkeitsziele der UN zu unterstützen. Jeder Euro, der über M4P abgewickelt wird, hilft unseren Planeten zu schützen." Matthias Neumann (Foto links) ergänzt: "Die nachhaltige Transformation ist die größte Herausforderung der globalen Gesellschaft und wir stehen erst am Anfang. Es entsteht ein gigantischer, neuer Markt, schlichtweg aus der Notwendigkeit heraus, das Überleben unserer Nachfahren auf diesem Planeten zu sichern. Voraussetzung ist, dass Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu Wertschöpfungen werden. M4P ist dafür das perfekte Beispiel, nicht zuletzt, da die Medien eine große Verantwortung im private Sektor für die Meinungsbildung tragen."

"Wir sind stolz darauf, mit diesem innovativen Mediamodell einen Beitrag zu den Klimaschutzzielen der UN zu leisten. Mit unserer 'Green Seven Week' schärfen wir das Umweltbewusstsein über unsere TV-Formate bereits seit mehr als zehn Jahren. Dieses Engagement erweitern wir mit 'Media for Sustainability' zukünftig auch in unser Werbeumfeld", sagt Conrad Albert, Deputy CEO und Group General Counsel der ProSiebenSat.1 Media SE. Die ersten Spots auf den Sendern der Gruppe sollen im vierten Quartal 2019 ausgestrahlt werden.

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