MotoGP bei ServusTV © Red Bull Content Pool/GoldAndGoose
Auf Anhieb auf Eurosport-Niveau

MotoGP 2019: Gelungene erste Saison bei ServusTV

 

In diesem Jahr hat ServusTV erstmals die MotoGP in Deutschland übertragen, die Quoten lagen dabei auf Anhieb auf einem Niveau mit denen von Eurosport. In Österreich zeigt man die Rennen schon seit einigen Jahren, hier verzeichnete man 2019 Rekorde.

von Timo Niemeier
19.11.2019 - 14:59 Uhr

Im vergangenen Herbst hat ServusTV angekündigt, verstärkt wieder in Deutschland investieren zu wollen, nachdem man den Markt lange links liegen gelassen und sich auf Österreich konzentriert hatte. Tatsächlich zeigt der Sender aus dem Hause Red Bull hierzulande schon seit einiger Zeit wieder eigene Nachrichten. Wirklich gute Quoten sind damit nur selten drin, aber es ist zumindest ein Zeichen, dass man Deutschland als Markt nicht aufgegeben hat. Ein solches Zeichen war im vergangenen Jahr auch der Erwerb der MotoGP-Rechte - die Rennserie lief 2019 erstmals beim kleinen Sender, und der Erfolg dürfte den Verantwortlichen Mut machen. 

So kam der Sender mit allen Rennen der MotoGP auf durchschnittlich rund 309.000 Zuschauer ab 14 Jahren, der Marktanteil lag hier bei 2,3 Prozent und nur knapp unter dem Niveau von Eurosport im vergangenen Jahr (2,5 Prozent). Bei den 14- bis 49-Jährigen lief es mit durchschnittlich 2,6 Prozent sogar noch etwas besser, besser schlug sich auch Eurosport 2018 nicht. Blickt man auf alle Klassen der Rennserie, also neben der MotoGP auch die Moto2 und Moto3, kam ServusTV in diesem Jahr auf durchschnittlich 213.000 Zuschauer, in der Zielgruppe reichte das zu 2,0 Prozent Marktanteil. 

Mit diesen Werten kann man bei ServusTV sehr zufrieden sein: Die Fans der Rennserie haben die Übertragungen also offensichtlich auch unter dem neuen Rechteinhaber gefunden. Und die Zuschauerzahlen sind umso höher zu bewerten, wenn man auf die grundsätzliche Performance von ServusTV blickt. Denn trotz der Ankündigung verstärkter Investitionen steht der Sender in Deutschland derzeit bei nur rund 0,3 Prozent Monatsmarktanteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Die Rennen der MotoGP waren also um ein vielfaches erfolgreicher als der Sender insgesamt. 

Entsprechend zufrieden mit der ersten Saison der Rennserie zeigt man sich beim Sender. Gegenüber DWDL.de heißt es von ServusTV: "In Deutschland galt es im ersten MotoGP-Jahr, den Fans zu zeigen, wo sie ihren Lieblingssport sehen können und ihnen zu beweisen, dass sie ihn bei ServusTV zuverlässig in Top-Qualität geboten bekommen. Das ist sehr gut gelungen. Wir sind mit guten Werten in die erste Saison bei ServusTV Deutschland gestartet und konnten diese im Lauf der Saison immer wieder deutlich steigern." Nun freue man sich auf die nächsten vier Jahre - gesichert hat man sich die Rennserie schließlich bis 2023.

Rekorde in Österreich

Und während ServusTV in Deutschland gerade erst ein MotoGP-Publikum aufbaut, hat der Sender diese Zeit in Österreich schon längst hinter sich. Hier hält man die Rechte schließlich schon seit einigen Jahren - und das durchaus mit großem Erfolg. 2019 konnte man noch einmal eine Schippe drauflegen und neue Rekorde einfahren. So war es für den Sender in Österreich die erfolgreichste Saison seit dem Rechteerwerb 2016. Durchschnittlich 130.000 Zuschauer sahen sich die Rennen bei ServusTV Österreich an, der Marktanteil lag damit in der werberelevanten Zielgruppe bei 10,3 Prozent. Normalerweise kommt ServusTV hier nur auf etwa zweieinhalb Prozent. Auch insgesamt lag man mit 10,5 Prozent weit über den Normalwerten des Senders. Und auch mit den vermeintlich schwächeren Rennserien Moto2 und Moto3 hat ServusTV überwiegend sehr gute Quoten eingefahren. 

"2019 war ein Jahr der Superlative – noch nie zuvor war die MotoGP so erfolgreich in Österreich", heißt es vom Sender gegenüber DWDL.de. "Die MotoGP hat sich in den vergangen Jahren bei ServusTV in Österreich zu einem wahren Zuschauermagneten entwickelt und zur echten Konkurrenz für die Formel 1." ServusTV wird unter anderem großes Interesse an den Formel-1-Rechten nachgesagt, die liegen nur noch bis Ende 2020 beim ORF. Sollte man diese nicht erhalten, kann man sich aber zumindest auf die MotoGP verlassen. 

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