Logos: FCB/TZ"Schweini & Agostino zum Polizeiverhör" meldete die Münchener "tz" im vergangenen Jahr und löste damit einen kleinen Skandal aus. Die Meldung stellte sich schon kurz nach der Veröffentlichung als Falschmeldung heraus, die Aufregung in Fußball-Deutschland war groß.

Allen voran regte sich Uli Hoeneß, Manager des FC Bayern, wo Bastian Schweinsteiger unter Vertrag ist, auf. Auf einer Pressekonferenz kamen martialische Töne von den Oberen des FC Bayern. Eine Schadenersatzklage "wie es sie noch nie gegeben hat im deutschen Sport" kündigte Hoeneß an. Man wolle "mit aller Härte nach den Buchstaben des Gesetzes gegen diese, ich würde fast sagen unwahrheitsgemäße und unanständige und unverantwortliche Berichterstattung vorgehen".


An den verantwortlichen Journalisten ließ Hoenß kein gutes Haar: Für eine Story würden manche Journalisten offenbar ihren "Charakter am Kleiderständer abgeben", so der Manager damals im Radiosender Bayern 3. Unterlassung, Widerruf und Gegendarstellung forderte der FC Bayern von der "tz" - und die "tz" fügte sich schließlich. Sportchef Selch musste im Anschluss daran ebenso gehen wie Sportjournalist Max Breitner.

Rund ein Jahr ist seitdem vergangen - nun die kuriose Wendung: Max Breitner heuert bei ebendiesem FC Bayern München an und wird dort einem Bericht des "Kontakters" zufolge als Mitarbeiter die Pressestelle verstärken und zudem beim "FC Bayern Magazin" mitarbeiten, das bei jedem Bundesliga-Heimspiel erscheint. Auch Gerald Selch hat inzwischen eine gut dotierte Stelle gefunden: Er ist nun neuer Redaktionsleiter bei "Bild Hamburg".