Die Highlight Communications AG hat ihre Geschäftszahlen für die ersten neun Monate des Jahres veröffentlicht - und die fallen gemischt aus. Zuerst die guten Nachrichten: Der Konzern konnte seinen Umsatz zwischen Januar und September im Vergleich zum Vorjahr leicht um 2,4 Prozent auf 264,7 Millionen Schweizer Franken steigern. Das ist aber ausschließlich auf das Segment Film zurückzuführen, also allen voran Constantin Film und seine Tochterunternehmen. 

Während der Film-Bereich von Highlight ein Umsatzwachstum von 33,7 Prozent verzeichnete, lag das Minus im Segment Sport und Event bei 35,7 Prozent. Zum zweiten Bereich gehört unter anderem Sport1, das man aktuell zusammen mit dem türkischen Medienunternehmen Acunmedya kräftig umbaut. Die nun veröffentlichten Zahlen sind ein Zeichen dafür, wie schwierig dieser Umbau ist. Mit rund 190 vs. 75 Millionen Umsatz ist das Film-Segment in den ersten neun Monaten deutlich größer gewesen als Sport & Event. 

Besonders bitter für Highlight: Während Constantin Film & Co. einen kleinen Gewinn in Höhe von 2,2 Millionen Franken erwirtschafteten, lag der Verlust im Bereich Sport und Event bei 30 Millionen. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei -31,6 Millionen Schweizer Franken, das Konzernperiodenergebnis betrug sogar -41,4 Millionen. Highlight führt als Gründe für den hohen Verlust "einmalige Sondereffekte und außerordentliche operative Kosten" im Segment Sport und Event an. 

Immerhin: Die angeführten Sondereffekte waren nicht cash-wirksam, dadurch entwickelte sich der Cashflow positiv und nahm um 52 Prozent auf 25,6 Millionen Franken zu. Bernhard Burgener, Verwaltungsratspräsident der Highlight-Gruppe, sagt: "Mit der Steigerung des Konzernumsatzes um 2,4 Prozent und des betrieblichen Cashflows um 52 Prozent konnten wichtige Schritte in Richtung der angestrebten stabilen und wirtschaftlich erfolgreichen Geschäftstätigkeit gemacht werden. Einmalige, nicht cash-wirksame Sondereffekte und außerordentliche operative Kosten im Segment Sport und Event belasten zwar die Erfolgsrechnung der ersten neun Monate erheblich, was zu einem deutlich negativen Betriebsergebnis führt. Für das traditionell stärkere vierte Quartal wird jedoch aufgrund des weitgehenden Wegfalls von Sonderkosten und einer weiter positiven Umsatzentwicklung eine wesentliche Verbesserung der Resultate erwartet."