Der ZDF-Fernsehrat hat mit dem Bewerbungsverfahren für die Wahl zum ZDF-Intendanten für die Amtszeit 2027 bis 2032 begonnen: Bis zum 30. Januar 2026 kann sich jeder selbst unter der E-Mail-Adresse intendantenwahl@zdf.de für den Posten bewerben. Sofern die im ZDF-Staatsvertrag (§26, Abs. 2) festgelegten Voraussetzungen (u.a. ständiger Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland, unbeschränkte Geschäftsfähigkeit und die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden) erfüllt werden, werden die hier eingehenden Bewerbungen allen Fernsehrats-Mitgliedern bekannt gemacht.

Um dann tatsächlich zur Wahl zugelassen zu werden, muss man aber von einem Mitglied des Fernsehrats als Wahlvorschlag eingebracht werden. Dafür gilt es auch, weitere inhaltliche Voraussetzungen zu erfüllen. Dazu zählen unter anderem Berufs- und Managementerfahrung in der Medienbranche, nationale und internationale Medienmarkterfahrung, eine "strategische Kompetenz für die Weiterentwicklung des ZDF", sowie eine "nachdrückliche Identifikation mit dem Programmauftrag des ZDF und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Alle Details hat der ZDF-Fernsehrat online veröffentlicht.

Gewählt wird dann voraussichtlich am 13. März 2026 - ziemlich genau ein Jahr bevor die erste Amtszeit von Norbert Himmler am 14. März 2027 endet. Auch Himmler selbst kann erneut zur Wahl antreten, hat sich dazu aber noch nicht öffentlich geäußert. Ein freiwilliger Abtritt nach nur einer Amtszeit käme allerdings ziemlich überraschend.

Um gewählt zu werden benötigt man zwei Drittel der Stimmen im ZDF-Fernsehrat. Dass diese Mehrheit nicht ganz einfach zu gewinnen ist, zeigte sich bei der letzten Intendantenwahl: Himmler, der im Vorhinein als Favorit galt, setzte sich erst im dritten Wahlgang gegen Tina Hassel durch. Hassel hatte weniger Stimmen als Himmler auf sich vereinen können und sich nach zwei Wahlgängen zurückgezogen. Himmler wurde schließlich mit 57 von 60 Stimmen im dritten Wahlgang gewählt.