Über drei Jahrzehnte hinweg fungierte Martin Willich als Vorsitzender der Geschäftsführung von Studio Hamburg. Wie das Unternehmen jetzt mitteilte, ist Willich am Montag im Alter von 80 Jahren in Hamburg gestorben. "Mit seinem unverwechselbaren Charisma, seinem Humor, strategischem Weitblick und taktischem Geschick hat er unser Unternehmen, das Gelände und das öffentliche Leben in Hamburg nachhaltig geprägt", heißt es in einer Mitteilung. Und: "Martin Willich war stets eine markante Persönlichkeit, die Menschen zusammengebracht und inspiriert hat."
Als Jurist, Manager und Politiker war Willich von 1974 bis 1995 Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft und 1982 sowie einige Jahre später noch einmal deren Bürgerschaftspräsident. Von 1984 bis 2011 leitete er als Vorsitzender der Geschäftsführung von Studio Hamburg und zeichnete damit verantwortlich für den jahrzehntelangen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens. Dabei half auch, dass Willich den Blick weitete und Studio Hamburg in Richtung der privaten Fernsehsender öffnete, die zu Beginn seiner Amtszeit hierzulande noch in den Kinderschuhen steckten.
"Studio Hamburg wuchs unter Martin Willich zu einem der größten Fernsehdienstleister Deutschlands", sagte NDR-Intendant Hendrik Lünenborg, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender von Studio Hamburg ist. "Sein Ideenreichtum und seine Offenheit haben diesen Weg geebnet. Mein Mitgefühl gilt besonders seiner Familie." Und der heutige Geschäftsführer Johannes Züll erklärte: "Martin Willich hat Studio Hamburg über 30 Jahre lang geprägt und zur Größe geführt mit der Öffnung als wichtiger Dienstleister auch für private Sender. Wir trauern um Martin Willich ohne den Studio Hamburg nicht wäre, was es heute ist."
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