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Krisengeplagt ist und bleibt dagegen weiterhin das Fernsehen. Die TV-Vermarkter erzielten auch im Dezember einen Rückgang der Brutto-Werbeeinnahmen in Höhe von 2,2 Prozent, mit 1,72 Milliarden Euro war das Fernsehen aber erneut das mit Abstand umsatzstärkste Medium. Und dennoch: In neun von zwölf Monaten verzeichneten die Vermarkter einen Rückgang. Auf das Gesamtjahr gerechnet liegt das Brutto-Minus des Werbemediums TV bei 4,2 Prozent. Die anhaltende Krise sorgte zuletzt für gewaltige Einschnitte bei vielen Unternehmen, bei RTL Deutschland werden etwa 600 Stellen abgebaut.
Andere Mediengattungen schlugen sich nicht nur zum Jahresende besser, sondern auch im gesamten Jahr 2025. Einen gewaltigen Sprung nach vorn haben im Dezember die Außenwerber gemacht. Sie steigerten ihre Brutto-Werbeeinnahmen um 25,1 Prozent. Damit geht für den Bereich Out of Home eine echte Achterbahnfahrt zu Ende, zwischenzeitlich lagen die Brutto-Einnahmen zweistellig im Minus. Über alle zwölf Monate hinweg lief es angesichts von +9,9 Prozent aber sehr gut.
Gut lief es im Dezember bei den Zeitungen, die ein Plus in Höhe von 2,6 Prozent verzeichneten und so auch auf Jahressicht auf 3,8 Prozent kamen. Das Radio lag mit einem Jahresplus in Höhe von 0,3 Prozent in etwa auf Höhe des Jahres 2024 und die Publikumszeitschriften mussten einen Rückgang in Höhe von 3,7 Prozent hinnehmen - da half auch das Dezember-Plus (1,8 Prozent) nicht mehr viel. Im Bereich Online (ausgenommen Social, Search und YouTube) fiel das Jahresplus mit 1,6 Prozent überschaubar aus, das Kino verzeichnete ein kleines Minus von 0,8 Prozent.
Doch noch einmal ein kurzer Blick auf die TV-Sender und ihre Vermarkter. Im Dezember lief es vor allem für die Ad Alliance (-6,0 Prozent) schlecht, Seven.One Media schaffte dagegen sogar ein kleines Brutto-Plus in Höhe von 2,5 Prozent. Auf das Gesamtjahr gerechnet wurde Unterföhring (-3,0 Prozent) trotzdem härter von der Krise getroffen als Köln (-1,6 Prozent).
Einen bemerkenswerten Dezember hat derweil Sport1 hinter sich - und das nicht nur aus Sicht der Quoten. Die Brutto-Werbeeinnahmen des Sportsenders beliefen sich nach Nielsen-Angaben auf rund 25 Millionen Euro. Das waren zwar 1,8 Prozent weniger als im Dezember 2024, dafür aber der mit Abstand höchste Wert des Jahres 2025. Zu verdanken hat man das in Ismaning der Darts-WM. Und: Die 1,8 Prozent sind das geringste Minus auf Monatsbasis, das Sport1 2025 eingefahren hat. Zur Erinnerung: Die Brutto-Einnahmen gingen teils um mehr als 70 Prozent zurück. Begründet hatte man das vor allem mit dem Wegfall der Teleshopping-Formate und der Erotikschiene in der Nacht.
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