Die Ausspielung des WDR Fernsehens erfolgt ab sofort technisch zentral aus dem SWR-Funkhaus in Baden-Baden. Der Sender schließt sich damit der sogenannten "ARD-Sendeabwicklung Süd" an, über die neben SWR und WDR auch schon die Dritten Programme von BR, HR und SR gesendet werden. Der Schritt war bereits Ende 2024 angekündigt worden (DWDL.de berichtete).  

Damit strahlt die ARD bundesweit ihre Dritten TV-Programme künftig nur noch von zwei zentralen Standorten aus. Im Rahmen der 2017 begonnenen ARD-Strukturreform war eigenltich das Ziel, die zuvor bei jeder einzelnen Landesrundfunkanstalt angesiedelte Sendeabwicklungen auf vier Standorte zu konzentrieren. Nun ist man mit zwei noch deutlich darunter geblieben. Die ARD beziffert die Einsparungen im Zeitraum 2025 bis 2028 auf insgesamt 32 Millionen Euro.

Katrin Vernau und Kai Gniffke © WDR/Annika Graeff; SWR/Patricia Neligan Katrin Vernau und Kai Gniffke
"Die gemeinsame Sendeabwicklung ist extrem effizient und ermöglicht uns in der ARD Einsparungen in Millionenhöhe", sagte nun auch WDR-Intendantin Katrin Vernau. "Mit der gezielten Kooperation sichern wir höchste technische Qualität und gewinnen gleichzeitig Ressourcen für unsere digitalen Angebote." Und SWR-Intendant Kai Gniffke erklärte: "Die Sendeabwicklung Süd-West ist eine Erfolgsgeschichte und Beleg für die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der ARD. Wir bündeln an dieser Stelle unter dem Dach des SWR Aufgaben nach dem Prinzip 'Einer-für-alle'."