Aktuell stehen die Olympischen Winterspiele in Italien im Fokus der Sport-Berichterstattung, mit der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko steht im Sommer aber bereits das nächste sportliche Großereignis an. Mit 104 Spielen fällt das Turnier so umfassend aus wie überhaupt noch nie. In Deutschland sind sämtliche Partien bei MagentaTV der Deutschen Telekom zu sehen, darüber hinaus haben sich ARD und ZDF Sublizenzen für jeweils 30 Übertragungen gesichert. 

Und wie die Kollegen von epd jetzt berichten, sollen die Öffentlich-Rechtlichen für diese insgesamt 60 Spiele in Summe rund 152 Millionen Euro an die Deutsche Telekom bezahlen. Dabei sollen die öffentlich-rechtlichen Sender jeweils die Hälfte der Summe überweisen. Gegenüber epd wollten sich sowohl ARD und ZDF als auch die Telekom nicht zu den Summen äußern.

Die kolportierten Summen könnten nun noch einmal zu einer Debatte rund um die Ausgaben der öffentlich-rechtlichen Sender führen, speziell wenn es um sportliche Großereignisse geht. Solche Debatten flammen seit Jahren immer wieder auf - und im krassen Gegensatz dazu wird dann aber auch immer schnell Kritik laut, wenn ARD und ZDF gewisse Übertragungen von Sport-Events nicht im Programm haben. 

Mit dem an die Telekom gezahlten Geld sorgen ARD und ZDF in jedem Fall dafür, dass man im Sommer etliche Spiele der WM zeigen kann. So sind nicht nur sämtliche Begegnungen der deutschen Nationalmannschaft auch bei ARD und ZDF zu sehen, sondern auch das Eröffnungsspiel, die Halbfinals sowie das Endspiel (DWDL.de berichtete). Ebenfalls können die Sender in Form von Zusammenfassungen über alle anderen Spiele berichten, also auch über die 44 Begegnungen, die exklusiv bei MagentaTV zu sehen sind. Die ARD hat sich zudem Rechte für die Audioberichterstattung gesichert. 

Die WM wird das größte Turnier dieser Art - und das wird nicht nur an der Anzahl der teilnehmenden Teams deutlich. Schon im Vorfeld gab es Ärger um die vielen Anstoßzeiten. Zunächst hieß es von Seiten der FIFA offenbar, dass vier verschiedene Anstoßzeiten geplant seien, mittlerweile sind es aber viel mehr (DWDL.de berichtete). Etwas mehr als die Hälfte aller 104 ausgetragenen Spiele starten zwischen Mitternacht und 6 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Die deutschen Fans haben Glück: Die DFB-Elf startet in der Gruppenphase einmal um 19 Uhr und zweimal um 22 Uhr. 

Als sich ARD und ZDF auf der einen und die Deutsche Telekom auf der anderen Seite im vergangenen Jahr auf eine Sublizenzierung der WM-Spiele 2026 einigten, vereinbarten sie auch eine Kooperation bei der EM 2028. Für dieses Turnier hielten bis dato ARD und ZDF alle Rechte, nun kann die Telekom alle Spiele zeigen. ARD und ZDF zahlten für die Rechte ursprünglich 180 Millionen Euro, wie epd recherchiert hat. Die Telekom zahlt nun offenbar jeweils 21,5 Millionen an ARD und ZDF, in Summe also 43 Millionen. Auch dazu wollten sich die Beteiligten nicht äußern.