Dass die ARD Degeto zusammen mit Turbokultur an einer zweiten Staffel von "Die Zweiflers" arbeitet, ist schon lange bekannt. Nun ist man einen großen Schritt in der Finanzierung gegangen, das Team hat nämlich eine 1,5 Millionen Euro schwere Förderung von der Film- und Medienstiftung NRW erhalten. Regie führen bei den neuen Folgen David Hadda und Lauro Cress, während Hadda zusammen mit Juri Sternburg und Sarah Hadda auch die Drehbücher verantwortet. Zuvor hatten die Verantwortlichen bereits 350.000 Euro vom Medienboard Berlin-Brandenburg sowie rund 2,74 Millionen Euro aus dem German Motion Picture Fund erhalten. 

Die Förderung für "Die Zweiflers" ist Teil der ersten Förderrunde der Film- und Medienstiftung in diesem Jahr gewesen. Insgesamt hat die Förderanstalt darin 30 Projekte mit 11,5 Millionen Euro bedacht. Mit "Siebzehn" wurde neben "Die Zweiflers" zudem eine weitere fiktionale Serie gefördert, hinter der die ARD Degeto steht. Hier fließen 1,4 Millionen Euro. Nordpolaris produziert insgesamt 14 rund 20-minütige Folgen: Im Fokus stehen vier Jugendliche aus Duisburg-Marxloh, deren Leben nach einem Unfall aus den Fugen gerät. Die 14 Episoden sind eine Art Countdown.  

Mit 300.000 Euro Förderung bedacht wurde zudem die fünfteilige Dokuserie "Pötte in den Pott", die die Gruppe 5 Filmproduktion aktuell im Auftrag des ZDF produziert. Regisseur Christian Twente beschäftigt sich darin mit dem Aufstieg von zwei Fußballclubs aus dem Ruhrpott - Borussia Dortmund und Schalke 04. Im Fokus steht das Jahr 1997: Innerhalb von acht Tagen gewinnen der BVB und S04 völlig überraschend ihre Finalspiele gegen übermächtige Großclubs. Mit dabei sind unter anderem Ottmar Hitzfeld, Matthias Sammer, Lars Ricken, Claudia Neumann und Huub Stevens.

Im Bereich Kinofilm ging die höchste Fördersumme an die UFA-Fiction-Produktion "Gebt mir etwas Zeit". Eine Million Euro gab es für den Streifen. Ruth Toma verantwortet das Drehbuch auf Basis des gleichnamigen Buchs von Hape Kerkeling. Sönke Wortmann führt zudem Regie bei "Die lieben Eltern", das von Constantin Film produziert wird und jetzt 800.000 Euro von der Film- und Medienstiftung NRW erhalten hat. 

"Mit einer beeindruckenden ersten Förderrunde sind wir kraftvoll ins Jahr 2026 gestartet. Nordrhein-Westfalen zeigt sich einmal mehr als verlässlicher Partner der Kreativen - offen, mutig und voller Vertrauen in starke Stoffe und herausragende filmische Handschriften. NRW bleibt die Heimat für die besten Geschichten und die talentiertesten Filmschaffenden. Zugleich ist es uns stets wichtig, mit Zuversicht gemeinsam voranzugehen", so Walid Nakschbandi, CEO der Filmstiftung NRW. "Ich danke unserer wunderbaren Jury, in der wir Mareike Lueg und Elisa May als neue Mitglieder begrüßen, deren Fachkompetenz und filmisches Verständnis großartige Bereicherungen für unsere Arbeit sind."