10 Stunden und 53 Minuten. So viel haben die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr pro Tag durchschnittlich Medien genutzt, das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Mediennutzungsanalyse des Privatsenderverbands VAUNET hervor. Damit blieb die Mediennutzung im Vergleich zum Jahr 2024 stabil. Von der Gesamtzeit entfielen 9 Stunden und 38 Minuten auf Audio- und audiovisuelle Inhalte – also konkret Radio und Fernsehen sowie Audio- und Video-Streaming. Das entspricht 88,5 Prozent der Gesamtnutzung.

Und auch wenn die Gesamtnutzung extrem stabil geblieben ist, zeigen sich leichte Verschiebungen in den verschiedenen Gattungen. Die durchschnittliche tägliche Audionutzung lag im Jahr 2025 hochgerechnet bei insgesamt 4 Stunden und 19 Minuten und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 6 Minuten. Hiervon entfiel mit 3 Stunden und 9 Minuten übrigens der Großteil der Audionutzung auf das werktägliche Radiohören, im Vorjahr waren es noch 6 Minuten weniger. Der restliche Audiokonsum entfiel hauptsächlich auf die Nutzung von Online-Audio-Inhalten: 50 Minuten auf das Musikstreaming (2024: 49 Min.) und 9 Minuten auf Podcasts (2024: 10 Min.).

VAUNET Mediennutzungsanalyse 2025 © VAUNET

Die tägliche Bewegtbildnutzung lag 2025 bei insgesamt 5 Stunden und 19 Minuten, davon entfielen 2 Stunden und 55 Minuten auf die Fernsehnutzung. Im Jahr 2024 lag das klassische Fernsehen noch bei 3 Stunden und 8 Minuten, hier ging es also ein Stück bergab, wenngleich der durchschnittliche TV-Konsum 2025 noch immer sehr hoch war. 1 Stunde und 43 Minuten entfielen im vergangenen Jahr darüber hinaus auf die Online-Video-Nutzung (2024: 1 Std. und 38 Min.) sowie 38 Minuten auf Videospiele.

Johannes Leibiger, Leiter Medienwirtschaft & Forschung des VAUNET, sagt: "Die Mediennutzung in Deutschland bewegt sich 2025 konstant auf einem bemerkenswert hohen und stabilen Niveau und wird maßgeblich von Audio- und audiovisuellen Inhalten geprägt. Klar zeigt sich dabei die anhaltende Relevanz der linearen Angebote wie Fernsehen und Radio. Sie stellen trotz wachsender digitaler Nutzung weiterhin den größten Anteil. Gleichzeitig gewinnen Video- und Audio-Streaming weiter an Gewicht und treiben insbesondere die mediale Internetnutzung voran. Die Mitgliedsunternehmen des VAUNET sind mit ihren Angeboten auf allen Verbreitungswegen vertreten und Innovationsmotor der medialen Transformation in Deutschland."

VAUNET Mediennutzungsanalyse 2025 © VAUNET

Frank Giersberg, Geschäftsführer des VAUNET: "Die aktuelle Entwicklung zeigt eindrucksvoll die gesellschaftliche Relevanz der Audio- und audiovisuellen Medienangebote, die in Zeiten von Desinformation und Fake News mit ihren zuverlässigen Inhalten eine besondere demokratiesichernde Funktion erfüllen. Im Markt refinanzierte private Medienangebote sind dabei darauf angewiesen, dass sie im Wettbewerb mit den Big-Tech-Plattformen und beitragsfinanziertem Rundfunk faire Wettbewerbsbedingungen haben und ihre Finanzierungsgrundlagen in allen Bereichen hinreichend geschützt werden. Im Werbemarkt tragen alle Akteure gemeinsame Verantwortung für den Erhalt von unabhängigem Journalismus und demokratischen Medien. Dazu zählt auch die Allokation von Werbeinvestitionen in 'Value Media'-Umfelder."

Die VAUNET-Mediennutzungsanalyse beruht auf einer kontinuierlichen Auswertung von Sekundärquellen, darunter Daten der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma), der Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA, seit Ende 2025 eingestellt), der Arbeitsgemeinschaft Videoforschung (AGF) und des Media Activity Guides sowie dem ViewTime Report von Seven.One Media und forsa. Die medienübergreifenden Angaben zur täglichen Mediennutzungsdauer stammen aus unterschiedlichen Quellen, sodass aufgrund methodischer Unterschiede insbesondere die Summierung lediglich als Näherungswert zu betrachten ist.