Mit ihrer oberschwäbischen Coming-of-Age-Serie "Tschappel" gelang es der jungen Münchner Produktionsfirma Apollonia Film im vorigen Jahr, die geballte Wahrnehmung der Branche zu gewinnen. Nach der Ausstrahlung bei ZDFneo und in der ZDF-Mediathek begann der Preisregen: Beim Blauen Panther holte Autor und Produzent Marius Beck den Nachwuchspreis. Die Deutsche Akademie für Fernsehen verlieh Marc Philip Ginolas und Carly Coco unlängst die DAfFNE für die beste Regie. Und beim Grimme-Preis ist der Achtteiler aktuell in der Kategorie Fiktion nominiert.

Zu denen, die aufmerksam wurden, zählte auch die traditionsreiche Kölner Produktionsfirma FFP New Media von Michael und Judith Smeaton, die für TV-Reihen wie "Rosamunde Pilcher", aber auch für internationale Koproduktionen bekannt ist. Die beiden Unternehmen gehen nun eine strategische Produktionspartnerschaft ein, wie sie gegenüber DWDL.de bestätigten. Gemeinsam wolle man zunächst zwei Projekte für den deutschen Fernsehmarkt entwickeln und produzieren.

Hinter der 2021 gegründeten Apollonia Film stehen die Produzenten Katharina Hein, Marius Beck und Paul Beck, die nach eigenen Angaben auf "originelle, authentische Stoffe" setzen und "großen Wert auf faire Arbeitsbedingungen sowie Nachhaltigkeit" legen. Eine zweite Staffel von "Tschappel" dreht Apollonia ab Juni wieder gemeinsam mit der ndF-Tochter LAX Entertainment.

Von der Kooperation mit FFP versprechen sich die Produzenten derweil die Möglichkeit, "Projekte gemeinsam mit einer national und international erfahrenen Produktionsfirma umzusetzen und größere Projekte im deutschen Fernsehmarkt zu realisieren". Gleichzeitig profitiere man vom "Marktzugang, der Finanzierungserfahrung und der internationalen Vernetzung der FFP".

Konkret in Planung sind eine Serie und ein TV-Film, die im Rahmen der Köln-Münchner Partnerschaft entstehen sollen. Die "Tschappel"-Autoren Marius Beck und Marc Philip Ginolas sollen dabei ihre kreative Handschrift in die Stoffentwicklung einbringen. "Wir realisieren derzeit mehrere erfolgreiche Koproduktionen und sehen in solchen Partnerschaften eine wichtige Möglichkeit, Ressourcen zu bündeln und Risiken auf mehrere Schultern zu verteilen", sagt Apollonia-Produzentin Katharina Hein. "Unsere Firmen ergänzen sich hervorragend. Wir bringen frische Ideen und jungen Drive ein, FFP ihre Erfahrung, Formate für ein großes Publikum zu entwickeln."

Auch die FFP-Chefs Michael und Judith Smeaton verweisen auf das Potenzial der neuen Partnerschaft: "Apollonia Film steht für eine neue Generation von Produzent*innen mit klarer erzählerischer Handschrift. Für uns ist diese Zusammenarbeit eine Möglichkeit, neue kreative Perspektiven mit unserer Erfahrung im deutschen und internationalen Fernsehmarkt zu verbinden und gemeinsam Stoffe zu entwickeln, die ein breites Publikum erreichen."