Voraussichtlich am 14. August 2026 wird sich entscheiden, ob Florian Hager auch über den 28. Februar 2027 hinaus Intendant des Hessischen Rundfunks bleiben wird. An diesem Tag wird der HR-Rundfunkrat die Wahl des nächsten Intendanten oder der nächsten Intendantin durchführen. Da das konkrete Verfahren im HR-Gesetz nicht im Detail geregelt ist, muss es jeweils vom HR-Rundfunkrat vorab beschlossen werden. Dafür war zuletzt eine Wahlvorbereitungskommission eingesetzt worden, deren Vorschlag nun vom Rundfunkrat beschlossen wurde.
Dieses Verfahren sieht vor, dass das Vorschlagrecht für mögliche Kandidatinnen und Kandidaten für die Position der Intendantin / des Intendanten des Hessischen Rundfunks allein beim Rundfunkrat und der Kommission zur Wahlvorbereitung liegt. Einen Monat lang, also bis zum 20. April 2026, sind nun Kandidatenvorschläge und Bewerbungen schriftlich an die Wahlkommission zu Händen der Vorsitzenden zu richten. Sämtliche schriftliche Bewerbungen werden dann allen Mitgliedern des Rundfunkrats bekannt gemacht.
Die Kommission zur Wahlvorbereitung wird einen oder mehrere Wahlvorschläge erarbeiten und dem HR-Rundfunkrat in der Sitzung am 26. Juni 2026 vorlegen. Im Anschluss haben Mitglieder des Rundfunkrats die Option, mit einem Quorum von mindestens acht Mitgliedern eine/n nicht berücksichtigte/n Bewerber/in zusätzlich zur Wahl zu stellen. Bei der Wahl am 14. August reicht bereits eine einfache Mehrheit. Florian Hager hat erklärt, dass er für eine weitere Amtszeit zur Verfügung steht. Ob er einen oder mehrere Gegenkandidatinnen oder -kandidaten bekommt, bleibt nun abzuwarten.
Dr. Miriam Dangel, Vorsitzende des HR-Rundfunkrats, sagt: "Wir wissen, dass die Position der Intendantin/des Intendanten gerade in diesen Zeiten eine sehr herausfordernde ist. Der Hessische Rundfunk steckt mitten in einem langfristigen Struktur- und Transformationsprozess, der klare und besonnene Führung fordert. Der Reformstaatsvertrag muss im HR und in der ARD weiter umgesetzt werden. Die sich durch KI wandelnde Mediennutzung bringt große Herausforderungen. Auch die Legitimation und Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks muss durch publizistische Qualität und Perspektivenvielfalt sowie nachhaltiges, transparentes Wirtschaften gestärkt werden. Wir werden alle eingehenden Bewerbungen sorgfältig prüfen."
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