Als Reaktion auf zuvor erneut aufgebrandete Diskussionen über Arbeitsbedingungen an Film- und TV-Sets initiierten 2024 Produktionsallianz, Bundesverband Schauspiel BFFS und ver.di gemeinsam den "Respect Code Film", der sich gegen jede Form von respektlosem Umgang, Belästigung, Gewalt, Diskriminierung oder anderem Fehlverhalten wendet und Grundsätze für sicheres Arbeiten und einen respektvollen Umgang in der Filmbranche festschreibt.
Diesem haben sich nun zwei weitere Verbände angeschlossen: Mit PROG Producers of Germany ist das zum Einen der Verband unabhängiger Produktionsfirmen, zum anderen die Bundesvereinigung Filmton bvft. Unterzeichnet worden war der Respect Code Film schon 2024 auch schon von den ARD-Anstalten, ARD Degeto Film, Netflix, dem ZDF, der Filmakademie und dem Privatsenderverband VAUNET.
Britta Strampe, Mitglied des PROG-Vorstands, erklärte anlässlich der Unterzeichnung: “Kollegiales, respektvolles Verhalten sollte eine Selbstverständlichkeit an jedem Arbeitsplatz sein – auch beim Film. Wir zeichnen den Respect Code Film, um den Beschäftigten vor und hinter der Kamera Sicherheit zu geben, respektloses Verhalten nicht erdulden zu müssen. Der Code zeigt auf, wer für die Einhaltung der Grundsätze verantwortlich ist und wohin sich Betroffene für eine Beratung oder für eine Beschwerde wenden können. Das hilft allen Beteiligten. Prävention ist der Kern, um Missbrauch oder sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu verhindern. Wir unterstreichen daher die außerordentliche Bedeutung der Themis – die Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt für die Branche. Wir setzen uns dafür ein, dass die Themis weiterhin auskömmlich finanziert wird. Wir appellieren an die auftraggebenden Sender, den Respect Code ebenso ernst zu nehmen und sich der eigenen Verantwortung zum Beispiel mit Blick auf Anzahl der Drehtage bewusst zu sein. Der Code darf zudem nicht zu mehr Bürokratie und Kontrolle durch die Förderungen führen."
bvft-Geschäftsführerin Catherine Lieser sagt: "Die Berufsvereinigung Filmton vertritt Filmtonschaffende, die am Set, in der Postproduktion und im Synchron tätig sind. Wir freuen uns den Respect Code Film zu unterzeichnen und damit ein Zeichen zu setzen: Für einen respektvoller Umgang in allen Phasen der Herstellung audiovisueller Produktionen als Maßstab der Zusammenarbeit."
Michelle Müntefering, CEO und Sprecherin des Gesamtvorstands der Produktionsallianz: "Sich gegen jede Form von diskriminierendem Verhalten, Belästigung, Gewalt oder Missbrauch zu wenden, ist wichtiger denn je. Als Arbeitgeber sind wir in der Verantwortung und der Pflicht. Der Respect Code Film macht unumstößlich klar: Gemeinsam stehen wir für den fairen, respektvollen und angstfreien Umgang in unserer Branche."
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