
RTL setzte am Donnerstagabend voll auf Comedy - und tat sich damit durchweg ziemlich schwer. Den Anfang machte um 20:15 Uhr "Atze Schröder Live! Der Erlöser". Das Bühnenprogramm kam in der klassischen Zielgruppe 14-49 nicht über 6,9 Prozent Marktanteil hinaus und lag damit weit unter dem Senderschnitt. Zwar lief es bei den etwas älteren geringfügig besser, doch auch 7,3 Prozent Marktanteil in der erweiterten Zielgruppe 14-59 sind nicht genug. Insgesamt schauten im Schnitt 1,05 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer zu.
Um die Zeit bis zum Start der "Stefan Raab Show" zu überbrücken, schob RTL noch die Wiederholung eines Teils von Mario Barths Bühnenprogramm "Männer sind nichts ohne die Frauen" ein. Hier lief es etwas besser: Die Marktanteile stiegen auf 8,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen und 8,7 Prozent bei den 14- bis 59-Jährigen. Als Stefan Raab dann übernahm, ging's allerdings wieder auf 6,8 Prozent (14-49) bzw. 6,9 Prozent (14-59) runter. Es gibt aber trotzdem einen Lichtblick: Die Gesamt-Reichweite kletterte mit 0,61 Millionen auf den bislang besten Wert seit dem Wechsel auf den späten Donnerstagabend - was allerdings auch damit zu tun haben könnte, dass am darauffolgenden Tag diesmal ein Feiertag anstand.
Zuschauer-Trend: Die Stefan Raab Show
dwdl.de/zahlenzentrale
14-49 Jahre
Über die Schwäche von RTL am Donnerstagabend, insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, kann das nicht hinwegtäuschen. Bei den 14- bis 49-Jährigen lag RTL mit Atze Schröder gar nicht allzu weit vor Kabel Eins, wo man mal wieder mit einem Bud-Spencer-Abend richtig gut fuhr: "Sie nannten ihn Mücke" erzielte um 20:15 Uhr 6,5 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen, "Die Miami-Cops" kamen danach auf 6,9 Prozent, "Mein Name ist Nobody" nach Mitternacht sogar auf 10,5 Prozent. Auch in der erweiterten Zielgruppe lief es mit 5,3 bis 8,9 Prozent gut, insgesamt sahen ab 20:15 Uhr 640.000 Zuschauerinnen und Zuschauer zu.
Auch DMAX lag um 20:15 Uhr noch in Sichtweite von RTL: "112: Feuerwehr im Einsatz" trumpfte dort mit stolzen 6,4 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen auf, 410.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen insgesamt zu. Während "Notaufnahme: Samstagnacht" sich im Anschluss mit 3,3 Prozent ein bisschen schwerer tat, kamen zwei Folgen von "Trucking Hell" am späteren Abend ebenfalls auf 5,1 und 5,9 Prozent Marktanteil in der klassischen Zielgruppe.
Beim jungen Publikum lag DMAX damit zumindest zeitweise vor Vox, wo der Film "Der Spion von Nebenan 2" um 20:15 Uhr einen Marktanteil von schwachen 4,9 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen erzielte. Bei den 14- bis 59-Jährigen lief es mit 5,7 Prozent Marktanteil aber besser, 0,74 Millionen sahen insgesamt zu. Mau verlief der Auftakt für "Mensch Retter" bei RTLzwei: Mehr als 3,8 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen waren um 20:15 Uhr nicht zu holen, nur 300.000 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen insgesamt zu. Bei RTLzwei blickt man da schon lieber auf den Nachmittag: "Hartz Rot Gold" erzielte dort ab 17:10 Uhr einen Spitzen-Marktanteil von 10,5 Prozent und lag auch in der Stunde davor und danach bei rund 8 Prozent.
Quelle für alle Daten in diesem Artikel, sofern nicht anders vermerkt: AGF SCOPE 1.9; Marktstandard: Bewegtbild; vorläufig gewichtete Daten; Tages-MA: Auswertungstyp TV-Zeitintervall; nutzungsbezogen; Sendungsdaten: Auswertungstyp TV; produktbezogen;
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