Der SR plant für die kommenden Monate eine umfassende Reform seiner Organisationsstruktur, einen entsprechenden Entwurf der Geschäftsleitung hat der Verwaltungsrat der ARD-Anstalt schon angenommen. Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Senders sind über die bevorstehenden Änderungen informiert worden. Konkret soll der Prozess zum Jahreswechsel 2026/27 in ein neues Organigramm münden.
Wie der Saarländische Rundfunk mitteilt, zielen die Änderungen darauf ab, "durch mehr Effizienz zusätzliche Freiräume für qualitativ hochwertige journalistische Angebote zu schaffen, die Belastung der Beschäftigten zu reduzieren und die Führungsstrukturen weiter zu verschlanken". Unter anderem sollen die Zusammenarbeit zwischen Programm und Administration intensiviert werden.
"Diese Reform ist ein bewusster Schritt weg von über Jahre gewachsener Komplexität hin zu einer Organisation, die schneller entscheiden und konsequenter handeln kann. Dabei setzen wir auf Best-Practices, die sich punktuell im Unternehmen bereits bewährt haben und rollen diese flächendeckend aus", sagt Programmdirektorin Sonja von Struve, die auch drei konkrete Veränderungen nennt. So führe man themenzentrierte Redaktionen ein, die mehr Fachexpertise ermöglichen sollen. Darüber hinaus soll es künftig eine crossmediale Planung für alle Ausspielwege geben. Und dann will man Expertinnen und Experten für jeden Ausspielweg aufbauen, die dafür sorgen sollen, "dass unser Publikum auch in Zukunft den für sie besten SR bekommt", so von Struve weiter.
SR-Intendant Martin Grasmück sagt zum Veränderungsprozess: "In einem äußerst herausfordernden Umfeld geht es darum, den SR zukunftsfest und erfolgreich aufzustellen. Hierzu passen wir unsere Strukturen entsprechend an, um aktiv Innovationen und Programmerfolge zu fördern. Die Reform wird uns helfen, alle Saarländerinnen und Saarländer noch besser mit unseren Programmangeboten zu erreichen: linear in Hörfunk und Fernsehen, genauso wie mit digitalen Formaten." Der amtierende SR-Chef stellt sich im Juni zur Wiederwahl, dort muss er dann aber gegen FFA-Chef Peter Dinges antreten (DWDL.de berichtete). Die Amtszeit des neuen SR-Intendanten beginnt im Mai 2027, bis dahin steht die neue Aufstellung des Unternehmens also schon.
Michael Burkert hatte den Reformprozess als Vorsitzender des SR-Verwaltungsrates intensiv begleitet, inzwischen ist er aus dem Gremium ausgeschieden. Er sagt: "Das Aufsichtsgremium des SR will die gewachsene, zum Teil überkommene Organisationsstruktur des SR mit der externen Beratung überprüfen und insbesondere die Führungs- und Leitungsstruktur straffen und Schnittmengen reduzieren. Mit dem Zielbildentwurf wurden bereits wesentliche Erkenntnisse gewonnen, die nun bis Ende des Jahres 2026 mit externer Unterstützung umzusetzen sind. Der Verwaltungsrat des SR wird diesen Prozess intensiv begleiten und erwartet dabei auch Wirtschaftlichkeits- und Effektivitätserfolge. Dabei geht es insbesondere um die Sicherung der Qualität des SR und seines Angebotes für die Menschen des Landes in Zeiten von begrenzten Beitragseinnahmen. Wir brauchen einen starken und glaubwürdigen öffentlichen Rundfunk in Zeiten von Fake News!"
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