Sie sehe keinen Grund warum Männer nicht auch leisten können sollten, was Frauen schon geleistet haben - ein Zitat der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006, das kürzlich erneut in den sozialen Medien kursierte. Man kann ihn auch ummünzen auf den Stuttgarter Moderationspreis: Zum zweiten Mal in Folge ist die Riege der strahlenden Gesichter bei der Verleihung in der Stuttgarter SpardaWelt Eventcenter rein weiblich.
© Martin Raunecker
Ihre Ehrung war schon im Vorfeld bekannt, in drei anderen Kategorien fieberten die anwesenden Nominierten der Bekanntgabe entgegen. In diesem Jahr wurde der Stuttgarter Moderationspreis in neuen Kategorien vergeben, prägnanter aufgeteilt: Über Beste Moderation Audio und Beste Moderation Video entschied eine Jury, über den Sonderpreis Baden-Württemberg entscheiden die Studierenden der Hochschule der Medien. Unverändert: Die Moderation der Verleihung lag in den Händen von Ingo Zamperoni, Honorarprofessor an der Hochschule der Medien und Pate des Preises.
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© Thelma Buabeng
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„Regina Steffens besticht mit einer ruhigen, präzisen und journalistisch souveränen Moderation. Sie führt durch ein komplexes und sensibles Thema, ohne sich selbst in den Vordergrund zu stellen, und schafft zugleich Raum für die Expertise ihrer Gesprächspartner“, so das Jury-Urteil. „Mit ihrer klaren Sprache, einer angenehmen Präsenz und hoher Aufmerksamkeit für Details gelingt es ihr, Orientierung zu geben und auch anspruchsvolle Inhalte verständlich zu vermitteln. So entsteht eine Moderation, die durch Ausgewogenheit, Professionalität und journalistische Präzision überzeugt.“
Zur interdiszplinären Jury am Donnerstag zum viertel Mal vergebenen Stuttgarter Moderationspreis gehörten in diesem Jahr in alphabetischer Reihenfolge DWDL.de-Chefredakteur Thomas Lückerath, Aycha Riffi (Leitung Grimme-Akademie), Prof. Dr. Eva Stadler (Studiendekanin Hochschule der Medien Stuttgart), Laura Terberl (Leitung Audio & Video, Süddeutsche Zeitung) und Manuela Weyh (Stv. Redaktionsleiterin Innovation und Digitale Projekte Rheinland-Pfalz beim SWR).
Die Preisverleihung will journalistische Kompetenz in moderierten Audio- und Videoformaten auf allen Plattformen in den Mittelpunkt stellen. Prof. Stephan Ferdinand, Direktor des Institut für Moderation bilanziert: „Allen nominierten und ausgezeichneten Moderationen gelingt es, uns Zuhörerinnen und Zuhörern beziehungsweise Zuschauerinnen und Zuschauern eine glasklare journalistische Orientierung zu geben. Sie stellen Vertrauen her – das mittlerweile wichtigste Gut im Journalismus." Ein Wunsch fürs kommende Jahr: Mehr Einreichungen aus der Radio-Branche. Audio sei schließlich mehr als Podcast.




