Klaus Bresser ist am Mittwoch, 7. Oktober im Alter von 90 Jahren gestorben. Bresser hat während seiner Zeit beim ZDF das Informationsangebot ausgebaut und viele Formate geprägt, die das Informationsprofil des Senders bis heute entscheidend prägen. Als er Ende 1977 vom WDR, wo er unter anderem Redaktionsleiter von "Monitor" war, zum ZDF wechselte, konzipierte er als erstes das "heute-journal" mit und gehörte auch zu dessen ersten Moderatoren. Sechs Jahre lang präsentierte er die Sendung, 1981 übernahm er auch deren Leitung.
1983 rückte Bresser dann die Spitze der ZDF-Hauptredaktion Innenpolitik und war unter anderem für "Die Reportage", den "Länderspiegel", die politische Talkshow "5 nach zehn" und die aktuellen Dokumentationen zuständig. Er entwickelte die Interviewreihe "Was nun,...?" mit, die er ebenso wie viele weitere Diskussions-, Wahl- und Sondersendungen auch vor der Kamera prägte.
1988 folgte er auf Reinhard Appel als neuer ZDF-Chefredakteur und hatte das Amt insgesamt zwölf Jahre inne. Während dieser Zeit führte das ZDF weitere Reihen ein, die man bis heute kennt oder deren Nachfolger noch immer im Programm sind: "Bonn direkt" startete 1987, 1988 lief erstmals ein "ZDF spezial", 1992 startete das "ZDF-Morgenmagazin", 1993 "frontal". Auch die Berichterstattung rund um die deutsche Einheit und die Programme am 2. und 3. Oktober aus dem Berliner Reichstag bleiben im Gedächtnis.
ZDF-Intendant Dr. Norbert Himmler sagt: "Wir trauern um einen entschiedenen Verfechter des öffentlich-rechtlichen Informationsauftrags. Klaus Bresser hat das journalistische Profil des ZDF nachhaltig geprägt und stand stets für Unabhängigkeit und fairen Umgang." ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten ergänzt: "Klaus Bresser steht für präzises journalistisches Handwerk. Sendungen wie das 'heute journal' und 'Was nun, ...?' wirken bis heute nach. Damit hat er das Fernsehen geprägt und eine Generation von Journalistinnen und Journalisten, die ihm nachfolgten."
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