Das ZDF hat Aussagen des Lebensmittel-Experten Sebastian Lege zurückgewiesen. Im Podcast "Dr. Riemer" hatte Lege dem Sender zuvor vorgeworfen, dass das Themenfeld, Tricks der Lebensmittelindustrie aufzudecken, irgendwann erschöpft sein würde. "Ich habe mehrmals die Warnfahne geschwungen, aber leider wurde sich da weggedreht so nach dem Motto: Du machst jetzt schön das weiter und machst genau das weiter, was wir wollen und nichts anderes", so Lege.

Vorschläge für neue Formate seien vom Sender "abgeschmettert" worden. Zugleich erklärte Lege, das ZDF habe von ihm verlangt, dass er "auf gewisse Dinge noch mehr moderativ draufkloppen sollte, was aber fachlich ein bisschen abdriftete". Das führte Leges Aussagen zufolge auch dazu, dass er seinen Vertrag mit dem ZDF nicht verlängerte. "Jetzt geht's ein bisschen an meine berufliche Reputation und da muss ich jetzt kurz einmal hier auf die Bremse drücken."

Darauf angesprochen, weist das ZDF die Vorwürfe zurück und spricht von einer "erfolgreichen Zusammenarbeit über mehr als 13 Jahre". Man habe "kontinuierlich Weiterentwicklungen des Formats umgesetzt", erklärte ein Sendersprecher gegenüber "T-Online" und nannte Formate wie "Lege packt aus" und "besseresser goes Schule", die man ausgestrahlt habe. "Vor diesem Hintergrund kann das ZDF Sebastian Leges Kritik fehlender Möglichkeiten der Formatentwicklung nicht nachvollziehen und weist sie zurück."

Weiter erklärte der Sender, man hätte "die Zusammenarbeit gerne zu angemessenen Konditionen fortgesetzt". Was genau damit gemeint ist, ließ der Sender offen. Sebastian Lege selbst hatte zuvor erklärt, dass seine Gage keine Rolle für den Wechsel spielte. Ab 2027 wird er exklusiv für RTL tätig sein, wo er seine Formate künftig auch mit einer eigenen Firma produzieren wird.

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