Marco Wanderwitz wird neuer FFA-Vorstand, der Verwaltungsrat der Filmförderanstalt hat den ehemaligen Unions-Politiker jetzt einstimmig bestellt. Wanderwitz wird sein neues Amt demnach Mitte 2027 antreten und folgt Peter Dinges, dessen Vertrag am 31. Oktober 2027 endet. Bei der FFA endet damit eine Ära: Dinges, der zuletzt Intendant des Saarländischen Rundfunks werden wollte und mit seiner Bewerbung scheiterte, führte die FFA seit 2004.
"Wir freuen uns, dass mit Marco Wanderwitz ein ausgewiesener Fachmann den Vorstand der FFA übernehmen wird. Er ist mit den Themen und Akteuren der Filmbranche bestens vertraut und hat in der Vergangenheit sowohl als Abgeordneter als auch als Mitglied in den FFA-Gremien die Entwicklung der Filmförderung auf Bundesebene maßgeblich mitgestaltet", erklärt FFA-Präsidentin Kirsten Niehuus.
Und Marco Wanderwitz selbst sagt: "Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich darauf, als zukünftiger Vorstand der FFA diese für die deutsche Filmwirtschaft zentrale Institution zusammen mit einem erfahrenen Team zu führen und weiterzuentwickeln. Die Branche sieht sich vielen Herausforderungen gegenübergestellt, die wir nur gemeinsam meistern können."
Vor der FFA liegen große Herausforderungen, das wurde in den vergangenen Wochen sehr deutlich. Bereits im August teilte man mit, dass die Fördermittel für das laufende Jahr ausgeschöpft seien, es folgte ein Antragsstopp. Im kommenden Jahr sinken die zur Verfügung stehenden Fördermittel von 250 auf 200 Millionen Euro - sehr zum Ärger von Produktionsfirmen, Auftraggebern und Verbänden.
Marco Wanderwitz ist Jurist und war von 2002 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestags. Von 2014 bis 2025 war er kultur- und medienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und dort maßgeblich unter anderem an der Novellierung des Filmförderungsgesetzes beteiligt. Die FFA ist ihm nicht ganz neu: Als Mitglied in diversen Gremien zwischen 2009 und 2025 gehörte er beispielsweise dem Verwaltungsrat und dem FFA-Präsidium an.
von




