Burda geht in der strategischen Neuaufstellung den nächsten Schritt und hat nun angekündigt, die beiden tragenden Säulen des Konzerns, also das Medien- und Beteiligungsgeschäft, in zwei eigenständige Unternehmen zu überführen. Entstehen sollen so "zwei schlagkräftige, fokussierte Unternehmen mit klaren Profilen und Zielen, eigenständiger Führung und voller unternehmerischer Handlungsfreiheit", wie es in der Mitteilung heißt. An den Eigentumsverhältnissen ändert sich dadurch nichts, die Gesellschafter Jacob Burda, Elisabeth Burda Furtwängler und Hubert Burda bleiben über eine Holdinggesellschaft mittelbar unverändert beteiligt.

Die Führung von Burda Media wird bei Elisabeth Varn liegen, die seit Juli 2026 als Vorstand Media diesen Bereich ohnehin schon verantwortet. Sie soll die Medien- und Verlagsaktivitäten in Deutschland konsequent weiterentwickeln. Um die Steuerung des internationalen Portfolios soll sich CFO Lydia Rullkötter kümmern. Als künftig eigenständiges Unternehmen erhofft man sich, "an unternehmerischem Gestaltungsspielraum, Geschwindigkeit und Kundennähe" zu gewinnen. Zugleich sollen Strukturen den veränderten Bedürfnissen angepasst und Funktionen gebündelt werden.

Die Führung von Burda Equity wird Maximilian Preisser als CEO übernehmen. Preisser ist Vorstandssprecher von Burda. Bei ihm werden alle digitalen Beteiligungen und das Investmentgeschäft der Gruppe gebündelt. Durch die Eigenständigkeit erhofft man sich "die Flexibilität, Investitionsentscheidungen nach einer klaren, eigenen Investitionslogik zu treffen und das Portfolio strategisch weiterzuentwickeln." Der Bereich Venture & Networks unter Führung von Burda-Vorstand Christian Teichmann, der neben der Innovationsplattform DLD auch Burda Principal Investments (BPI) umfasst, bleibt von der rechtlichen Neuordnung unberührt.  

Der Verwaltungsratsvorsitzende Marc Al-Hames sagt: "Wir schaffen jetzt auch die strukturellen Voraussetzungen, die Burda Media und Burda Equity brauchen, um ihr volles Potenzial zu entfalten. Burda Media konzentriert sich noch fokussierter auf starke Marken und digitale Angebote. Und Burda Equity wird als aktive Beteiligungsgesellschaft mit eigener Investitionslogik und eigenem Portfolio operieren." Maximilian Preisser ergänzt: "Als rechtlich eigenständige Unternehmen können Burda Media und Burda Equity ihre strategische Weiterentwicklung noch konsequenter vorantreiben. Medienunternehmen brauchen Geschwindigkeit, Kundennähe und Kreativität. Investmentgeschäfte erfordern Portfoliodisziplin, strukturelle Unabhängigkeit und langfristige Geschäftsentwicklung. Beide Einheiten gewinnen somit in der neuen Struktur."