Der Tod von Regina Ziegler hat zahlreiche Reaktionen hervorgerufen. Die Produzentin war am Sonntag im Alter von 82 Jahren in einem Berliner Krankenhaus gestorben.
Tanja Ziegler und das Team von Ziegler Film: "Mit ihr verlieren wir nicht nur die Gründerin von Ziegler Film, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit, die die deutsche Film- und Fernsehlandschaft über Jahrzehnte geprägt hat. Ihre Leidenschaft für Geschichten, ihr unermüdlicher Einsatz für den Film und ihr Mut werden uns immer in Erinnerung bleiben."
ARD-Programmdirektorin Christine Strobl und Christoph Pellander, Geschäftsführer der ARD Degeto Film: "Regina Ziegler hat Geschichten nicht nur erzählt. Sie hat sie möglich gemacht. Sie war eine Frau, die an ihre Ideen glaubte, für ihre Überzeugungen kämpfte und sich auch von Widerständen nicht entmutigen ließ. Mit ihr verlieren wir eine der großen Persönlichkeiten unserer Branche und eine wichtige kreative Partnerin. Ihr Lebenswerk ist beeindruckend. Was aber ebenso bleiben wird, ist ihr Vorbild: ihr Mut, ihre Unabhängigkeit und ihre unerschütterliche Leidenschaft für das Filmemachen. Dafür sind wir ihr zutiefst dankbar. Unsere Gedanken sind bei ihrer Tochter Tanja Ziegler, ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Ziegler Film. Wir verneigen uns vor einer außergewöhnlichen Lebensleistung. Danke, Regina Ziegler."
ZDF-Intendant Norbert Himmler: "Mit ihrem kreativen und unternehmerischen Lebenswerk hat Regina Ziegler deutsche Film- und Fernsehgeschichte geschrieben. Das ZDF verliert mit ihr eine enge, langjährige und hoch geschätzte Partnerin. Wir haben ihr viel zu verdanken. Ihre künstlerische Kraft und ihr unerschütterlicher Optimismus werden uns sehr fehlen."
ZDF-Programmdirektorin Nadine Bilke: "Regina Ziegler war und bleibt ein großes Vorbild für Frauen in unserer Branche. Als Deutschlands erste Filmproduzentin hat sie den Weg für uns alle geebnet. Ihre Tatkraft war ansteckend, ihre Lebensleistung inspirierend. Wir werden sie vermissen."
WDR-Intendantin Katrin Vernau: "Mit Regina Ziegler verliert der deutsche Film eine der prägendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte. Sie war eine Pionierin, die mit ihren bewegenden Geschichten beeindruckte und durch ihr Engagement für Kultur, Gesellschaft und Politik weit über die Leinwand hinaus Einfluss nahm. WDR-Koproduktionen wie 'Der Verleger' oder 'Jenseits der Mauer' dokumentieren den gesellschaftsrelevanten Ansatz ihres Schaffens. Sie war eine durchsetzungsstarke Frau, die viele unvergessliche Filme und Serien erst möglich gemacht hat. Ihre visionäre Kraft und ihre Kreativität bleiben in ihren Werken erhalten und sind nach wie vor spürbar."
Alexander Bickel, WDR-Bereichsleiter Fiktion: "Wer kann heute schon ermessen, was es 1973 an Traute und Durchsetzungskraft gebraucht hat, um als erste Frau Filmproduzentin zu werden und bis heute zu bleiben? Regina Ziegler hat ihre Berufung zum Beruf gemacht -- nicht, weil es leicht war. Und einer ganzen Branche auf die Sprünge geholfen, dafür dürfen ihr nicht nur die Frauen in dieser einstigen Männerdomäne dankbar sein, sondern noch mehr die Männer. Am allermeisten aber ihr Publikum, dem sie in über 50 Jahren in jedem Register der Film- und Fernsehproduktion Herausragendes und Erfolgreiches geschenkt hat. Einem Mann von ihrer Statur hätte man nachgerufen, es gehe einer der größten seines Fachs. Mit ihr geht eine, die keinesgleichen hat."
Michelle Müntefering, CEO der Produktionsallianz: "Ich kann mir den deutschen Film ohne sie nicht vorstellen. Und die Produktionsallianz auch nicht. Regina Ziegler wird uns so sehr fehlen. Bei unserer ersten Begegnung sprachen wir über den Film und die rasante technische Entwicklung, da sagte Regina Ziegler in der ihr ganz eigenen Art einen Satz, den ich nicht vergessen werde: 'Wenn morgen ein UFO landet, ich steige ein.' Darin lag so viel von dem, was sie auszeichnete: Neugier, Furchtlosigkeit und die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Diese Offenheit hat sie sich bis ins hohe Alter bewahrt. Gerade in einer Zeit, in der sich unsere Branche grundlegend verändert, ist das beispielhaft. Wenn sie während der Berlinale auf eine Currywurst lud, kamen sie alle auf den Ku’damm - und in Cannes, nach der großen Premiere von 'Heimsuchung', bei der sie durch das Publikum gefeiert wurde, bot sie mir dann das Du an: Da spürte ich, war zwischen uns auch das letzte Eis geschmolzen. Diese Erinnerung ist mir besonders kostbar. Regina Ziegler hat über Jahrzehnte gezeigt, was Produzentinnen und Produzenten bewegen können: Geschichten entdecken, Talente zusammenbringen, Risiken tragen und Filme ermöglichen, an die sie glauben. Ihr Schaffen verbindet künstlerischen Anspruch, gesellschaftliche Haltung und ein großes Gespür für das Publikum. Damit hat sie den deutschen Film und das Fernsehen entscheidend geprägt. Als Frau hat sie sich in einer von Männern dominierten Branche durchgesetzt und anderen Wege geöffnet. Für uns in der Produktionsallianz ist ihr Lebenswerk deshalb auch ein Auftrag: mutig zu bleiben, unsere Unabhängigkeit zu bewahren und dem Wandel mit Neugier zu begegnen. Regina Ziegler wollte immer wissen, was als Nächstes kommt. Diese Haltung brauchen wir. In Gedanken bin ich - sind wir - bei ihrer Tochter Tanja, die längst auf die ihr ganz eigene Art die Geschäfte führt und die Geschichte Ziegler weitererzählt: Auf der Leinwand und im echten Leben. Rest in Peace, liebe Regina. Wir werden dein Andenken bewahren."
Produzent Nico Hofmann (in "Bild"): "Ich bin unendlich traurig. Regina war der Fels in der Brandung. Eine starke Frau, die nicht nur feministische Strahlkraft hatte, sondern wie eine Löwin für ihre Künstlerinnen und Künstler kämpfte. Ich bin dankbar für das große Herz und die tiefe, ehrliche Freundschaft."
Medienboard Berlin-Brandenburg: "Mit Regina Ziegler verliert die Filmwelt eine außergewöhnliche Persönlichkeit und eine Pionierin des Neuen Deutschen Films. Mehr Film - mehr Berlin - gibt es nicht. Mit Mut, Entschlossenheit und gegen viele Widerstände hat sie sich in den 70ern ihren Platz in einer Männerdomäne erkämpft und Film-Deutschland weit über Berlin hinaus geprägt. Wie viel ihr ihre Filme bedeuteten, zeigt ihr leidenschaftlicher Einsatz für 'Heimsuchung', der aktuell im Kino läuft und so viele Menschen begeistert und berührt. Ein Film, der Erinnerungen über Generationen hinweg schaffen wird. Wir verneigen uns vor einer beeindruckenden Frau und einem Lebenswerk, das bleibt. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihrer Tochter Tanja, ihrer Enkelin, allen Angehörigen und Menschen, die ihr nahestehen."
Film- und Medienstiftung NRW: "Regina Ziegler war eine außergewöhnliche Produzentin, eine beeindruckende Unternehmerin und eine Wegbereiterin der deutschen Film- und Fernsehlandschaft. Mit ihrem Mut, ihrer Beharrlichkeit und ihrer Leidenschaft hat sie über Jahrzehnte Maßstäbe gesetzt und Generationen von Filmschaffenden inspiriert. Ihr beeindruckendes Lebenswerk wird bleiben. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt ihrer Familie und allen, die ihr nahestanden."
Wiebke Wiesner, Geschäftsführerin der MFG Film Baden-Württemberg: "Regina Ziegler war eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Filmbranche und eine Frau, die mit ihrer Stärke und ihrer Persönlichkeit Maßstäbe gesetzt hat. Sie hat nicht nur Filme produziert, sondern die Film- und Fernsehlandschaft über Jahrzehnte entscheidend mitgestaltet. Ihre Leidenschaft, ihre Entschlossenheit und ihr Gespür für große Geschichten werden uns in Erinnerung bleiben."
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