Logo: ProSiebenDie ersten beiden Tage der neuen Woche liefen für ProSieben aus Quotensicht nicht gerade nach Wunsch. Von Ausnahmen wie der "Märchenstunde" abgesehen, die am Montagabend gut in die neue Staffel startete, versagten die Formate, mit denen ProSieben zum Beginn der neuen Fernsehsaison punkten wollte, gleich reihenweise.

Eine große Enttäuschung ist sicher die Performance der neuen Realityshow "Survivor", für die ProSieben 18 Kandidaten auf eine einsame Insel geflogen hat, wo sie nun in zwei Teams gegeneinander antreten und mit einfachsten Mitteln überleben sollen. Nach einem schon nur mäßigen Auftakt brachen die Quoten in Woche 2 völlig ein und fielen tief in den einstelligen Bereich. Auch in dieser Woche sah es nur wenig besser aus.

Dennoch hält man bei ProSieben vorerst weiter zu dem Format. Man sei inhaltlich davon überzeugt, heißt es bei ProSieben auf Anfrage des Medienmagazins DWDL.de. Auch eine Verschiebung auf eine andere Sendezeit sei derzeit kein Thema. "Wir planen zur Zeit keine Verlegung des Sendeplatzes", so eine ProSieben-Sprecherin.


Das trifft auch auf den neuesten Flop "Das Model und der Freak" zu. Im Anschluss an "Popstars" holte das Format bis vergangene Woche am späten Donnerstagabend noch ordentliche Quoten, sodass ProSieben gleich eine zweite Staffel bestellte. Doch auf dem neuen Sendeplatz am Dienstag tut sich "Das Model und der Freak" sehr schwer. Zum Auftakt reichte es nur für miserable 7,7 Prozent Marktanteil in der Zielgruppe. 

Probleme bereitet auch der Montagabend: Die Show "Extreme Activity" tut sich auf dem neuen Sendeplatz noch schwerer als zuletzt am dank "CSI: Miami" schwierigen Dienstagabend. Das neue Comedyformat "Krügers Woche" startete sogar noch schlechter. Auch die neue "OLM unterwegs"-Staffel kam nur schwach aus den Startlöchern. Bei beiden Formaten umfassen die Staffeln nur sieben Folgen, gut möglich also, dass man bei ProSieben so lange durchhalten will - auch weil es an einem Ersatzprogramm fehlt, das gute Quoten garantieren würde. Zuletzt floppten Mysteryserien am Montagabend, davor tat man sich mit anderen Comedys auch nicht leichter.

Eine weitere Stunde der Wahrheit schlägt bei ProSieben in der kommenden Woche. Dann präsentiert sich auch der Mittwochabend in neuer Gestalt. Die "Desperate Housewives" sollen es künftig an einem neuen Tag und bereits um 20:15 Uhr richten. Von den Topquoten der ersten Staffel war die US-Serie zuletzt aber schon weit entfernt - dafür muss man sich künftig nicht mehr gegen "Dr. House" als US-Serienkonkurrenz behaupten. Direkt im Anschluss startet ProSieben mit neuen Folgen von "Grey's Anatomy", ebenfalls eine Stunde früher als zuletzt. Nachdem die Serie anfangs in der Primetime gefloppt war, entwickelte sie sich am späten Dienstagabend zum Erfolg. Auch auf dem neuen Sendeplatz dürfte die Serie gute Chancen haben. Spannend auch, wie sich die neue Serie "Brothers & Sisters" schlagen wird, die ab 22:15 Uhr neu ins Programm genommen wird.