Foto: ARD/Wolfgang Groeger-MeierWie bereits in der vergangenen Woche angekündigt, beschlossen die Chefredakteure und Kulturchefs der ARD am Dienstag die Einführung eines neuen Sendeplatzes für Magazine und Dokumentationen mit gesellschaftspolitischen Inhalten am späten Sonntag-Abend (DWDL.de berichte). Verschiedene Medien hatten in der vergangenen Woche berichtet, der Sendeplatz könnte mit dem Reportage-Format "Echtzeit" des WDR bestückt werden.

Wie die ARD nun bekannt gab, handelt es sich bei dem Timeslot um 23:30 um einen sogennanten "Entwicklungssendeplatz", der innovative Formate ins Programm nehmen soll. Das Magazin "Echtzeit" wird eines davon sein, das von November an mit drei Folgen zu sehen sein wird. Nach DWDL.de-Informationen handelt es sich dabei jedoch nicht um neue Folgen, sondern um Ausgaben, die im Sommer bereits im Programm des WDR Fernsehen zu sehen waren.
 


Nach der Ausstrahlung von "Echtzeit" sollen dann mindestens zwei Folgen des MDR/NDR-Geschichtsmagazin "Geheimakte G" zu sehen sein. Im kommenden Jahr steuert der SWR die dreiteilige Reihe "Mattusseks Reisen" und der BR das Wissensmagazin "brain" für den Sendeplatz bei.

Mehr zum Thema:

"Wir wollen ohne Quotendruck neuen Formaten eine Chance geben. Im Visier haben wir dabei verstärkt auch das jüngere Publikum. Erkenntnisse aus diesen neuen Formaten können auch in unsere Regelsendungen übernommen werden und diese bereichern", erklärt ARD-Chefredakteur Thomas Baumann (Bild). Noch in der vergangenen Woche hieß es von Seiten der ARD, junges Publikum zu gewinnen sei nicht die Hauptintention dieser neuen Programm-Maßnahme.