Die beiden großen Radiovermarkter AS&S Radio und RMS haben ihre Werbepreise für das kommende Jahr bekanntgegeben. Während RMS die Preise um sehr moderate 0,7 Prozent anhebt, steigen die Preise bei AS&Radio für private und öffentlich-rechtliche Programme im Schnitt um vier Prozent.
Genaue Preislisten veröffentlichten die Vermarkter unter www.ard-werbung.de bzw. www.rms.de. "Nach der signifikanten Preissenkung im letzten Jahr passen wir die Werbepreise unserer Angebote unter Berücksichtigung der positiven Reichweitenentwicklung moderat nach oben an", erläutert Esther Raff, Direktorin Marketing & Verkauf bei AS&S den Schritt.
Unterdessen hat sich der ARD-Vorsitzende Fritz Raff gegen einen Verzicht auf Werbung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgesprochen und damit auf die jüngste Forderung des Vorsitzenden der SPD-Medienkommission Marc Jan Eumann reagiert. Würde man auf die Werbeeinnahmen verzichten, müsse man die Rundfunkgebühren um 1,42 Euro anheben, so Fritz Raff. "Das kann niemand wollen."
Darüberhinaus bilde die Werbung auch den Lifestyle der Gegenwart ab und sei somit "unverzichtbarer Teil des öffentlichen Lebens". Damit verschaffe sie auch dem Programm die notwendige Glaubwürdigkeit, in der Mitte des Lebens zu stehen, glaubt Fritz Raff. Gerade in regionalen Hörfunkprogrammen habe die Werbung zudem auch einen Informationscharakter. "Unsere Hörerinnen und Hörer wollen die Hinweise über Aktionen und Angebote bestimmter Produktanbieter und Unternehmen in ihrer Umgebung nicht missen", so Raff. Zudem glaube er, dass im Radiobereich selbst die private Konkurrenz Werbung bei den Öffentlich-Rechtlichen wolle, da dies die Gattung Hörfunk als Werbemedium stärke.
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