Foto: 3SatFrüher als erwartet sind nun die ersten Details zur neuen Programmstruktur des Kultursenders 3sat bekannt geworden. Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung", den der Sender gegenüber dem Medienmagazin DWDL.de bestätigte, wird Moderator Gerd Scobel künftig stärker als Aushängeschild des Senders positioniert. So soll Scobel ab dem kommenden Frühjahr eine Sendung in der Prime-Time bekommen, die im wöchentlichen Wechsel verschiedene Formate in sich vereint.

In der Sendung unter dem Arbeitstitel "Scobel" könnten die Themen, die laut 3sat von "Philosophie und Wertegesellschaft über Wissenschaft bis Kultur" reichen, dann in verschiedenen Darstellungsformen - vom Talk über die Reportage bis hin zur Magazinform - aufbereitet werden. Laut "SZ"-Bericht wird Scobel sich dann von der Moderation der "Kulturzeit" verabschieden.  3sat-Chef Gottfried Langenstein sieht in Scobel "eine herausragende Figur im kulturellen Netzwerk Deutschlands".
 


Ziel der neuen Programmstruktur, die am dem 1. April startet, ist es, dem Sender mit Formaten und Gesichtern ein schärferes Profil zu geben. Zudem will man Sendungen aus dem Bereich Wissenschaft stärker in die Primetime rücken. So wird im nächsten Jahr auch die Sendung "Hitec" aus der Nachmittagsschiene in den Hauptabend wandern.

Den Nachmittag will man bei 3sat künftig einheitlicher gestalten, indem man ihn mit dreistündigen Dokumentationsblöcken bespielt. Mit dieser werktäglich einheitlichen Programmierung will man dem Zuschauer mehr Orientierung im Programm geben.