3sat: Jüngere Zuschauer durch Thementage

Der öffentlich-rechtliche Kulturkanal, der gemeinsam von der ARD, dem ZDF, dem ORF und der SRG aus der Schweiz betrieben wird, will jünger werden. Schon seit einigen Monaten wird das Programm daher reformiert. 3sat Chef Dr. Gottfried Langenstein erzählte dem Handelsblatt, dass mit Thementagen wie "Pop around the clock" die Quote bei den 14- bis 49-Jährigen auf rund 3 % gesteigert werden konnte. Aufgrund dieses Erfolges seien bereits neue Thementage in Planung.

Langensteins langfristiges Ziel ist es, die Quote bei allen Zuschauern auf über einem Prozent einzupendeln. Das derzeitige Durchschnittsalter der Zuschauer soll von 51 auf 49 Jahre gesenkt werden.

Trotz Verjüngungskur muß 3sat sein knappes Budget immer im Hinterkopf haben. Insgesamt beträgt der Jahresetat 42 Mio. Euro, wobei allein 14,7 Mio. Euro für Personalkosten draufgehen. Langenstein betont aber, dass dies im Vergleich zu anderen öffentlich-rechtlichen Anstalten äußert gering sei, zumal 3sat auch keine Einnahmen durch Werbeerlöse hat.

Nebst den thematischen Neuorientierungen sind auch schon weitere Schritte zur Verjüngung getan worden: bereits Anfang Juni bekam 3sat ein neues Logo und einen modernisierten On-Air Auftritt.