Neuer Sender mit HDTV-Technik soll 2004 starten

Hochauflösendes Fernsehen hält in den USA immer mehr Einzug und auch Europäer sollen nächstes Jahr in den Genuß dieses Bildes kommen. Am Wochenende präsentierte Rob de Vogel, Vizepräsident des Senders Euro 1080, sein Projekt der Öffentlichkeit. Gleichzeitig wurde der Testbetrieb auf dem Satelliten Astra gestartet.

Programm-Schwerpunkte bilden Sport und Kultur

Zum Empfang benötigt der Zuschauer einen digitale Satellitenreciever, einen Decoder und ein Fernsehgerät, welches überhaupt in der Lage ist HDTV zu nutzen. Und damit fangen die Probleme schon an, denn während man in Deutschland schon rummault, dass die Kosten für einen digitalen Reciever zu hoch seien, liegen die Kosten zum Empfang von HDTV noch etwas höher.

Vorerst soll Euro 1080 nur vier Stunden frisches Programm pro Tag senden, teilweise live, teilweise aus der Konserve. Die übrigen 20 Stunden wird das Programm in einer Schleife abgespielt. Hauptschwerpunkte im Programmschema werden Sport- und Kulturübertragungen bilden. Spielfilme oder populäre Serien, wie es sie auf dem amerikanischen Markt gibt, sind bisher nicht eingeplant. In der Zukunft will man aber auch Events wie die olympischen Spiele zeigen, den Musik-Grand-Prix-Eurovision oder auch Dokumentationen und andere Entertainmentsendungen.

Programm soll mehrsprachig angeboten werden

Da die HDTV-Technologie mehr Geld als eine herkömmliche digitale Übertragung verschlingt, ist der Sender dringend auf Zuschauer angewiesen. Ausserdem hofft man, Sportevents wie Fußballspiele an Kinosäale weiter vermarkten zu können. Diese könnten die Ereignisse dann auf ihrer Kinoleinwand zeigen, doch auch hier stößt der Sender schnell auf seine Grenzen. Bisher gibt es europaweit nur 80 Kinos, die den HD-Standard nutzen können.

Da es sich vorerst nicht lohnen würde, sich auf ein Land zu konzentrieren, richtet sich das Projekt an 150 Millionen Zuschauer in über 30 Ländern in ganz Europa. Die Programme sollen mehrsprachig und in verschiedenen Sprachen untertitelt verbreitet werden. Sollten die ehrgeizigen Pläne rechtzeitig realisiert werden können, so plant man das Programm am 01. Januar des kommenden Jahres mit dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zu starten.