Logo: SpringerUlf Poschardt, der im vergangenen Jahr den großspurig gestarteten Titel "Vanity Fair" als Chefredakteur auf den Markt gebracht hat und Anfang des Jahres dann bei dem Condé Nast-Titel ausstieg, hat wieder einen neuen Job: Er kehrt als Stellvertretender Chefredakteur zum Springer-Titel "Welt am Sonntag" zurück.

Auch sonst stehen in der Führung der "Welt"-Gruppe große Änderungen an. Christoph Keese, seit 2004 Chefredakteur der "Welt am Sonntag", seit 2006 zusätzlich auch von "Welt Online" sowie Sprecher der Chefredakteursrunde der gesamten "Welt"-Gruppe wird zum 1. April die neu geschaffene Aufgabe des Konzerngeschäftsführers Public Affairs der Axel Springer AG übernehmen. Somit soll er die Interessen des Unternehmens gegenüber dem öffentlichen Sektor vertreten, sowohl national als auch international. 

Die redkationelle Gesamtverantwortung für alle "Welt"-Titel, also "Die Welt", "Welt am Sonntag", "Welt Kompakt" und "Welt Online" übernimmt künftig Thomas Schmid, bislang schon Chefredakteur der "Welt". Oliver Michalsky steigt bei "Welt Online" in diesem Zuge zudem vom Redaktionsleiter zum stellvertretenden Chefredakteur auf.

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender Axel Springer AG, findet in einer Stellungnahme natürlich reichlich warme Worte für Thomas Schmid, der künftig redaktionell für die gesamte "Welt"-Gruppe verantwortlich ist: "Seine Genauigkeit im Urteil, seine Verlässlichkeit in der journalistischen Führung und seine Unbeugsamkeit hinsichtlich der Textqualität machen Thomas Schmid zu einer Idealbesetzung für die qualitative Weiterentwicklung der gesamten Gruppe."

Die "Welt"-Gruppe schrieb im vergangenen Jahr zum ersten Mal in ihrer Geschichte schwarze Zahlen. Als Ziel gab Döpfner schon bei der Bekanntgabe vor der Redaktion aus, die "Welt"-Gruppe nun zur "publizistisch und wirtschaftlich erfolgreichsten multimedialen Zeitungsgruppe zu machen".