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Unsere Serie soll weiblicher werden

Sat.1 setzt 2008 ganz auf Krankenhaus-Serien

 

Weil man die Rechte an "Dr. House" und "Grey's Anatomy" nicht hat, bastelt sich Sat.1 2008 seine eigenen Serien nach ähnlichem Strickmuster.

von Uwe Mantel
12.03.2008 - 15:04 Uhr

Logo: Sat.1Trotz magerer Quoten in Staffel 1 ließ Sat.1 noch einmal weitere Folgen von "R.I.S." und "GSG 9" prodzieren. Doch "R.I.S." floppte erneut komplett und ist inzwischen endgültig eingestellt, "GSG 9" dümpelt derzeit am Donnerstagabend unter Senderschnitt vor sich hin. Das neue "Deadline" ist ohnehin schon wieder Geschichte. Was also tun mit dem Problemfall Deutsche Serie, der einst bei Sat.1 für Topquoten sorgte?

Beim Berliner Sender ist man auf die Formel "weiblicher - emotionaler - wärmer" verfallen und setzt im kommenden Jahr ganz auf Krankenhausserien - schließlich laufen von diesen ja gerade zwei US-Vertreter äußerst erfolgreich im deutschen Fernsehen. Und so geht die eine auch mehr in Richtung "Dr. House", die andere erinnert an "Grey's Anatomy".

Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatte Sat.1 die Serie "Molly & Karl" vorgestellt, die inzwischen unter dem Arbeitstitel "Dr. med. Molly" firmiert, von Producers At Work produziert wird und im Herbst nun endlich an den Start gehen soll. Im Mittelpunkt steht die etwas beleibtere Dr. Susanne Molberg, gespielt von Sabine Orleans, die nicht nur als geniale Medizinerin berühmt, sondern für ihr respektloses Mundwerk auch berüchtigt ist. Mitmenschlichkeit, Höflichkeit, Takt? Fehlanzeige. "Dr. House" lässt grüßen. Den Gegenpart in der Serie gibt Susanna Simon als junge Psychologin Carlotta Engelhardt, die Molly und ihren rüden Umgangsformen auf den Pelz rücken soll.

Die zweite neue Serie, die ebenfalls für Herbst eingeplant ist und von Teamworx produziert wird, ist "Charité - Berlin Mitte". Im Mittelpunkt steht Luisa Keller, Teil eines Ensembles aufstrebender Ärzte verschiedener Herkunft und Kultur, die in gegenseitiger Konkurrenz stehen, im Interesse ihrer Patienten aber am gleichen Strang ziehen müssen. Natürlich gibt's wie beim US-Vorbild auch zwischenmenschliche Verbindungen und Konflikte, gepaart mit Herausforderungen ihres Berufs. Ziel der Ärzte ist es, Chirurg an der Charité zu werden.

Ansonsten setzt Sat.1 im Fiction-Bereich natürlich auf die neue Telenovela, deren Starttermin allerdings Stück für Stück nach hinten rückt und nun schon mit Ende August angegeben wird. Darüberhinaus will Sat.1 vor allem mit seinen eigenproduzierten Filmen punkten. 2008 sollen 30 Erstausstrahlungen zu sehen sein, zehn mehr als noch 2007. Als Event-Zweiteiler steht im Herbst "Wir sind das Volk - Liebe kennt keine Grenzen". Zudem wird derzeit die Komödie "Jingle All the Way" mit Christoph Maria Herbst und Bastian Pastewka gedreht. Für 2009 befindet sich das historische Drama "Die Jagd auf U 864" in Vorbereitung.

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