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Kandidatin flog mit sofortiger Wirkung

"Big Brother"-Eklat: Rauswurf nach Nazi-Gruß

 

Wieder ein Nazi-Skandal im deutschen Fernsehen. Am Samstag mussten RTL II und die Produktionsfirma Endemol bei "Big Brother" durchgreifen.

von Jochen Voß
15.03.2008 - 15:49 Uhr

Foto: RTL II; Grafik: DWDL.deUnd schon wieder ein Nazi-Skandal in einer Fernsehsendung. Weil Kandidatin Rebecca vor den laufenden Kameras der Reality-Serie "Big Brother" den Hitler-Gruß "Sieg Heil" aussprach, musste sie die Sendung noch am Freitagabend verlassen. "Unmittelbar nach dem inakzeptablen Vorfall hat Big Brother die Konsequenz gezogen, dass die 24-Jährige sofort aus dem Projekt ausscheiden musste", teilt das Pressebüro der Sendung mit.

"Wir haben Rebecca unmittelbar nach ihrer Äußerung aus dem Haus genommen, da ihr Spruch für uns absolut inakzeptabel ist. Dabei ist es egal, ob er aus einer dummen Laune heraus getätigt wurde oder aus Unwissenheit. Es gibt eindeutige gesellschaftliche Regeln, diese gilt es bei Big Brother einzuhalten. Wer sie bricht, muss die Konsequenz tragen", sagte RTL II-Programmdirektor Axel Kühn (Bild).
 


Der Vorfall ereignete sich am Freitagabend und war live beim Bezahlsender Premiere zu sehen, der die Ereignisse im "Big Brother"-Haus 24 Stunden am Tag auf einem eigenen Kanal überträgt. Es ist nicht der erste Vorfall in der laufenden Staffel, der zu einem Rauswurf führt: Bereits knapp eine Woche nach dem Start der aktuellen Staffel am 7. Januar musste ein Kandidat das "Big Brother"-Haus verlassen, da er einen Pädophilen-Witz erzählt hatte.

Seit Beginn des Jahres ist Kandidatin Rebecca damit die dritte Fernseh-Protagonistin, die wegen einer nationalsozialistischen Äußerung vom Bildschirm verschwindet. Im Januar musste DJ Tomekk die RTL-Sendung "Ich bin ein Star! - Holt mich hier raus" verlassen, nachdem ein Video aufgetaucht war, auf dem der Musiker den Hitlergruß zeigte und die erste Strophe des Deutschlandlieds sang. Auch eine Moderatorin des Anrufsenders 9Live moderiert nicht mehr, seit sie in einer Live-Sendung, die 9Live für ProSieben herstellte, die Zuschauer mit dem Satz "Arbeit macht frei" motivieren wollte.

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