Foto: PhotocaseJan Mojto will mit seiner Firma Unitel noch in diesem Jahr einen Fernsehkanal in HD-Quailtät für die Übertragung klassischer Musik etablieren. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (Freitags-Ausgabe). Im Probebetrieb über Astra werden bereits heute schon sieben Stunden täglich Musik gesendet. Entsprechende Gespräche liefen bereits. Der neue Sender solle "die Plattform für die ganze Welt werden", in die Mojto das Programm exportieren will.

Unter anderem habe er dabei den US-Markt im Blick, berichtet die Zeitung. Hier sei ein Free-TV-Sender denkbar, zumal - anders als in Deutschland - in den USA Klassik im Fernsehen keine Rolle spiele. Denkbar sei auch, die Programme des Senders in Koproduktion mit öffentlich-rechtlichen Anbietern wie ORF, Arte oder 3sat gemeinsam zu erstellen. Der Programmstock von Unitel umfasse derzeit 1.000 Stunden, heißt es in der "SZ".
 

 
Neben dem neuen HD-Angebot und dem Bezahlsender Classica gehören auch Herstellung und Vertrieb von CDs und DVDs mit klassischen Musikproduktionen zum Geschäftsbereich der Unitel. Das Unternehmen wurde im Jahr 1964 von Leo Kirch und dem Stardirigenten Herbert von Karajan gegründet und im Jahr 2004 nach der Kirch-Pleite von Mojto übernommen.

Gegenüber Mojtos übrigen Beteiligungen gehört Unitel mit einem Umsatz von zehn Millionen Euro zu den eher kleineren Unternehmen. Große Gewinne seien in diesem Geschäftsbereich nicht zu erwarten. Zu Mojtos Firmen gehört auch die Firma Eos, die unter anderem große historische Stoffe wie zum Beispiel "Krieg und Frieden" für Fernsehsender verfilmt.