Foto: ARD © ARD
"Keine Zukunft"

Andrack: Gründe für die Trennung von Schmidt

 

In einem Interview erklärt Manuel Andrack, warum er den Redaktionsleiter-Posten bei Harald Schmidt aufgab - und führt unter anderem finanzielle Gründe und die unklare Zukunft der Show an. Oliver Pocher habe nichts mit dem Abschied zu tun

von Uwe Mantel
28.09.2008 - 12:05 Uhr

Manuel AndrackWenn "Schmidt & Pocher" am 9. Oktober aus der Sommerpause zurückkehrt, dann wird erstmals nicht mehr Manuel Andrack Redaktionsleiter der Sendung sein. 13 Jahre lang nahm er diese Position zunächst bei der "Harald Schmidt Show" bei Sat.1 und nach dem Wechsel in die ARD auch bei "Harald Schmidt" und "Schmidt & Pocher" ein, jahrelang auch als Sidekick auf der Bühne.

In einem Interview mit dem "Focus" erklärt Andrack nun, weshalb er bei "Schmidt & Pocher" seinen Hut nahm. Analog zu den immer weniger werdenden Sendungen habe er sich nach und nach andere Beschäftigungen gesucht. Das habe auch mit den "schrumpfenden Verdienstmöglichkeiten" zusammengehangen - Schmidt bezahlt seine Angestellten nach der Anzahl der Sendungen. In dieser Saison werden aber nur noch 19 Sendungen produziert, zu Sat.1-Zeiten waren es noch 200. Damit sei der Posten des Redaktionsleiters inzwischen längst kein Fulltime-Job mehr.

Dazu kam die unklare Zukunft der Show. Andrack: "Ich sah in der jetzigen Situation keine große Zukunft mehr. Es gibt ja auch Gerücht, dass die Sendung nächstes Jahr nicht mehr weitergeführt wird." Gespräche darüber werden nach ARD-Angaben im Spätherbst geführt. Den Eindruck, dass Schmidt "amtsmüde" sei, habe er in der persönlichen Zusammenarbeit zwar nicht gehabt, schränkt aber ein: "Ich höre aber viele Stimmen von außen, die sagen, dass da wohl was dran ist".

Mit Oliver Pocher, nach dessen Antritt er nicht mehr als Sidekick auf der Bühne mit dabei war, habe sein Abschied aber nichts zu tun, betont Manuel Andrack. "Das Prinzip, dass ich als Redaktionsleiter mit auf der Bühne sitze, war stimmiger, als die Sendung noch jeden Tag lief. Da gab's außer mir ja auch Suzanna, Helmut, Sven und Natalie. Bei nur zwei Sendungen pro Woche wirkte es seltsam, dass ich mit auftrat, und ich war dann ganz froh, als Herr Pocher kam".

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