Bild: WDR/GörgenDie Verleihung des Deutschen Fernsehpreises stieß in diesem Jahr auf Unmut. Nicht nur bei Marcel Reich-Ranicki. Auch bei den Stiftern gibt es Unmut über die Gala. Laut einem Bericht des "Spiegel" soll die Veranstaltung bei der kommenden Intendantenrunde der ARD thematisiert werden. "Wir müssen über die Konstruktion der Preisvergabe und der ganzen Veranstaltung reden", zitiert der "Spiegel" aus dem Kreis der Senderchefs.

"Was bringt uns eine Veranstaltung, in der unser 'Contergan'-Film zugleich mit 'Deutschland sucht den Superstar' ausgezeichnet wird?", zitiert der "Spiegel" weiter. Gegenüber der "Westfälischen Rundschau" sagte NDR-Intendant Lutz Marmor (Bild): "An der Form der Veranstaltung kann man durchaus Kritik üben. Das werden wir intern weiter diskutieren, etwa die redaktionelle Gestaltung".
 


So müsse laut Marmor auch die Frage gestellt werden, welche Kategorien der Preis künftig haben solle. "Andererseits finde ich es grundsätzlich richtig, dass die Branche sich senderübergreifend zusammenfindet, um einen Preis zu verleihen", so Marmor weiter. Kritisch gesehen werde dem "Spiegel" zu Folge innerhalb der ARD auch die Übertragung des Medienpreises Bambi, den der Burda-Verlag jährlich vergibt.