Laut einem Bericht des "Kölner Stadtanzeigers" regt sich innerhalb der ARD Unmut über den neuen Posten des ehemaligen Programmdirektors Günter Struves. Struve ist - nachdem er zum 31. Oktober den Chefsessel in München geräumt hat - in Kalifornien als Berater für das Verbindungsbüro, das ARD, Degeto und Telepool in Los Angeles unterhalten, tätig. Die ARD hat mit Struve einen entsprechenden Vertrag bis zum Ende des Jahres 2010 geschlossen.Dem Bericht zu Folge soll Struve für seine Tätigkeit ein Honorar von 50.000 Euro pro Jahr erhalten. Das 1991 gegründete Büro, für das seitens der ARD der MDR federführend ist, bereits Kosten in Höhe von 250.000 Euro verursacht haben. Die Kritik kommt laut der Zeitung auch auf, zumal die ARD zwar mit dem Büro die Kontakte in Hollywood pflegt, US-Inhalte wie Spielfilme und Serien innerhalb der ARD allerdings seit vielen Jahren im Programm eine eher untergeordnete Rolle spielen.
Es wird laut "KStA" erwartet, dass die Intendanten sich des Themas in der aktuellen Intendantenrunde in Saarbrücken annehmen werden. Neben der Diskussion um die aktuelle Verhandlungsposition der ARD in Sachen Fußball-Bundesliga steht auch die Verabschiedung von Fritz Raff als Vorsitzender der ARD auf dem Programm. Dessen Nachfolge übernimmt zum Jahresbeginn turnusgemäß SWR-Intendant Peter Boudgoust.



