Günter Struve über die Pläne der ARD
In Bezug auf die stark gebeutelte ARD-Nachmittagsschiene räumte Struve ein, dass die ARD- Nachmittagssendungen wie die «Wunschbox» oder die Talkshow «Fliege» unter dem Erfolg der Gerichtssendungen zu leiden hätten. Doch Gerichtsshows werde es im Ersten nicht geben. Struve: «Diese Ferkeleien, wie wir sie auf den Privatsendern in den Gerichtsshows zu sehen bekommen, wird es in der ARD nicht geben». Für Struve sind die sogenannten Courtshows nichts anderes als eine Fortsetzung des Talkshow-Trends mit seinen jugendgefährdenden Inhalten.Ab Januar 2003 werde das ARD-Nachmittagsprogramm neu aufgestellt: Derzeit würden vier Pilotprojekte getestet, die die Nachfolge der "Wunschbox" antreten könnten, die definitiv aus dem Programm verschwinde. Nicht zur Disposition stünden die Tierreportagen und «Fliege».
Die Ideenschmiede First Entertainment ist Struves ganze Hoffnung. Die Gesellschaft des WDR-Werbefernsehens WWF (51 Prozent) und der Bavaria Film (49 Prozent), soll bis zum nächsten Jahr eine neue Abendshow entwickeln, die dann vom WDR produziert werden soll. Seit dem Ende von "Geld oder Liebe" und der nie gestarteten Ulla-Kock-am-Brink Show leidet die ARD unter akutem Konzept-Mangel für den Samstagabend.
Die umstrittene Donnerstagsschiene soll beibehalten werden. Vorerst zumindest. Auf dem 21 Uhr Sendeplatz, wo zunächst erfolglos neue Formate getestet wurden, werde man in Zukunft mehr Erstausstrahlungen aus dem Genre Krimi senden. Eine endgültige Entscheidung darüber, ob die Polit-Magazine den 20.15 Uhr-Sendeplatz behalten, fällt im September.
von 


